Frau im Spiegel

Elke Heidenreich ist jetzt Verlegerin - und liebt einen jüngeren Mann

München (ots) - Elke Heidenreich (67) ist rundum glücklich - mit einem jüngeren Mann an ihrer Seite und einem neuen Traumjob: Die Opern-Expertin publiziert Bücher über Musik. Nach dem erzwungenen Abschied vom Fernsehen (das ZDF kündigte ihr, weil sie sich kritisch über ihren Haussender äußerte), ist sie heute Herausgeberin der nach ihr benannten Edition bei C. Bertelsmann, in der ausschließlich Werke über Musik erscheinen. Der jüngste Band der Reihe: "Ein Traum von Musik. 46 Liebeserklärungen", in dem Dirigenten wie Enoch zu Guttenberg und Kent Nagano oder Schauspieler wie Senta Berger und Hanns Zischler ihre ganz persönliche Beziehung zur Musik beschreiben. "Die meisten Autoren kenne ich persönlich, einen Teil hat auch Cheflektorin Linda Walz beigesteuert", erzählt Heidenreich der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Wir beiden Mädels stemmen den Verlag im Prinzip allein." Vier Bücher pro Quartal publiziert das Duo, ein recht strammes Arbeitspensum.

Trotzdem bleibt noch Zeit für Heidenreichs große Liebe, die Oper. Gerade ist sie von den Festspielen zurück, hat Neuenfels' umstrittene "Lohengrin"-Inszenierung in Bayreuth gesehen und Vera Nemirovas fabelhafte "Lulu" in Salzburg. Heidenreich war bei "Lohengrin" in der Generalprobe, die Premiere hat sie dann live im Rundfunk verfolgt. "Premieren und roter Teppich sind nicht so mein Ding", erzählt sie. "Ich gehe am liebsten in Proben und verfolge den Entstehungsprozess eines Werkes." Ein Privileg, das sie in Köln genießt, seit sie für die dortige Kinderoper Libretti schrieb. Nicht ihr einziges Opern-Engagement: Sie moderiert Werkeinführungen, schreibt Beiträge für Programmhefte.

Ob es sie reizt, selbst eine Oper zu inszenieren? Heidenreich winkt ab. "Angebote gab es, denn einige Intendanten wollen auf jeden Fall einen prominenten Regisseur, egal wie das Ergebnis hinterher aussieht. Diesen Zirkus wollte ich nie bedienen. Ich kann mit Regisseuren diskutieren, aber ich traue mir eine Inszenierung nicht zu.

Heidenreich ist nicht nur Opernkennerin, sondern auch musikalisch. Lange Jahre sang sie im Kölner Bach-Chor, immer noch spielt sie Klavier, wenn sie Zeit hat. "Nicht viel, nicht gut, aber mit sehr viel Spaß", wie sie feststellt. Heidenreich ist überzeugt, dass es eigentlich keine unmusikalischen Menschen gibt. "Ein Stück von Mozart erreicht jeden, der sein Herz dafür öffnet." Trotzdem mag sie die Gesellschaft von Menschen, die ihre Liebe zur Musik teilen: "Ich will ja nicht immer allein überall hinrennen, ich teile gerne meine Begeisterung. Musik ist ein Geschenk, für das ich sehr dankbar bin."

Im vergangenen Jahr zeigte sie sich erstmals an der Seite von Komponist Marc-Aurel Floros (39). Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar. "Wir reden nicht dauernd über Musik, aber natürlich spielt sie in unser beider Leben eine große Rolle", so Heidenreich. Das Paar hat für die Kölner Kinderoper zusammengearbeitet und eine Kammeroper realisiert, ein Stück über Salvador Dalís Ehefrau Gala, bei dem er die Musik und sie das Libretto schrieb. Ein Auftrag für ein noch größeres Werk folgte, doch weil Floros mehrere Monate ernsthaft krank war, musste die Produktion warten. Bis heute. "Im Moment ist er mit anderen Projekten und ich mit meiner Edition beschäftigt, aber irgendwann wird es schon noch klappen", sagt Elke Heidenreich.

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