SKODA engagiert sich für mehr Toleranz und Respekt

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Weiterstadt (ots) - SKODA engagiert sich im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus", die vom 15. bis 24. März 2013 in zahlreichen deutschen Städten stattfinden, für mehr Toleranz und Respekt. Als langjähriger Partner der Initiative "Wir stehen auf!" unterstützt der Automobilimporteur auch 2013 die vielfältigen Aktionen gegen rechte Gewalt und Rassismus, die ihren Ursprung in Hamburg hatten und in diesem Jahr erstmals in vielen anderen Städten ein deutliches Zeichen setzen - so zum Beispiel auch in München, Leipzig, Erlangen, Offenbach, Oschatz und Glinde. "Die Motivation für unser Engagement liegt in der Geschichte von SKODA und in der Überzeugung, dass ein friedliches Miteinander der Kulturen nur auf der Basis gegenseitigen Respekts und der Anerkennung der Würde des anderen möglich ist. Ganz gleich, welcher Nation oder Religion er angehört.", sagte SKODA Sprecher Rainer Strang heute bei der Eröffnungspressekonferenz in Leipzig, an der auch der Oberbürgermeister Burkhard Jung teilnahm.

Als Beschäftigte eines tschechischen Traditionsunternehmens hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SKODA unter der Willkür des NS-Regimes während des Zweiten Weltkriegs und den Repressionen der Sowjetbesatzer leiden müssen. Trotz dieser bitteren Erfahrungen hätten sie den Frieden mit ihrer Geschichte gefunden - als Mitglieder einer stolzen Nation, des deutschen Volkswagenkonzerns und eines globalen Marktes. Ohne Toleranz und Respekt vor der Würde des Menschen wäre eine solche Entwicklung nicht möglich gewesen. "Wer hätte sich in den 50-ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorstellen können, dass Deutschland und Russland einmal zu den wichtigsten Absatzmärkten von SKODA zählen würden", fragte Strang.

Heute ist der tschechische Automobilhersteller auf 100 Märkten präsent. Er produziert seine Autos in der Tschechischen Republik, der Slowakei, der Ukraine, in Kasachstan, Russland, Indien und in China. "Mehr als 24.000 Menschen unterschiedlichster Nationen und Konfessionen engagieren sich für den Erfolg ihrer Marke - ohne Vorurteile und ohne Ressentiments", so der SKODA Sprecher weiter. In diesem Zusammenhang verwies er auf eine aktuelle Untersuchung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Danach hat im Osten Deutschlands fast jeder Sechste ein geschlossenes rechtsextremistisches Weltbild. Der Wert hat sich seit 2006 verdoppelt. Im Westen, so die Studie, ist jeder Vierzehnte ein Rechtsextremist. Im Osten glauben mehr als zwei Drittel, dass Ausländer nur ins Land kommen, um den Sozialstaat zu melken. Im Westen findet das jeder Fünfte. 16 Prozent der Ostdeutschen und der Migranten glauben, dass Juden mit übleren Methoden vorankommen als andere. Knapp jeder Dritte, in Ost wie West, behauptet, Juden nutzten die Erinnerung an den Holocaust aus. 60 Prozent der Deutschen haben eine negative Einstellung zum Islam. Ein Hoffnungsschimmer in diesem Kontext: Über 94 Prozent der Deutschen finden Demokratie gut. Inwieweit sie Demokratie praktizieren, ist eine andere Frage.

Rechtsextremes Denken in Deutschland ist laut Friedrich-Ebert-Stiftung kein Randproblem, sondern eines der Mitte der Gesellschaft. Ausländerfeindlichkeit sei die am weitesten verbreitete rechtsextreme Einstellung. "Für SKODA als Unternehmen, das in vielen Ländern dieser Welt zuhause ist, ist dies Grund genug, Initiativen wie "Wir stehen auf!" engagiert zu begleiten", betonte SKODA Sprecher Rainer Strang.

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Jürgen Micksch (Vorsitzender des Interkulturellen Rates und Gründer von Pro Asyl) veranstaltet der Verein "Laut gegen Nazis e.V." im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus 2013" vom 15. bis zum 24. März Veranstaltungen aller Art gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Menschenverachtung. Diese Aktionen werden in ganz Deutschland stattfinden. Bundesweit konnten bereits sieben Partnerstädte offiziell bekanntgegeben werden. Hamburg, München, Leipzig, Offenbach, Erlangen, Oschatz und Glinde stehen mit auf! Von Hamburg aus koordinieren der Verein "Laut gegen Nazis e.V." und die Agentur "Make A Noise" die bundesweiten Aktionen. Wie schon zur letztjährigen Kampagne "Hamburg steht auf!" werden auch wieder viele kleine Veranstaltungen von Aktionspartnern initiiert: In Bielefeld z. B. stellen Friseursalons einen Tag unter das Motto "Nazis ham 'ne Scheißfrisur" und schneiden ihren Kunden für eine Spende die Haare. In den Partnerstädten veranstalten diverse Supporter Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen, Tanzabende und Konzerte. Vom Cafe bis zur großen Event Location - alle stehen mit auf. Natürlich soll auch die Bildungsarbeit nicht auf der Strecke bleiben. An Schulen der Partnerstädte werden Workshops, Ausstellungen, Informationsabende und Podiumsdiskussionen vermittelt. Gekrönt werden die Aktionswochen durch Großveranstaltungen in den teilnehmenden Städten. Auf dem Münchener Marienplatz organisieren das Projekt "Laut gegen Brauntöne" sowie die Initiativen "München ist bunt!" und "Pastinaken raus" am 23. März eine Großkundgebung. Auf der Hamburger Moorweide wird am 24. März die Kampagne, unterstützt durch die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, mit einem großen Knalleffekt beendet.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Deutschen Lieblingssportart Fußball. Neben der Zusammenarbeit mit diversen Fanprojekten konnten bereits einige Bundesligavereine vom "Aufstehen" überzeugt werden. Der HSV, der 1. FC Augsburg und der FC St. Pauli beteiligen sich an Aktionen in den Aktionswochen. Mit weiteren Vereinen werden derzeit Gespräche geführt. Auch der amtierende deutsche Meister im Damenbasketball, die Wolfenbüttel Wildcats, ist mit an Bord. Traditionell stehen auch wieder diverse Künstler und andere Prominente hinter unserer Kampagne. Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen und Bundesverdienstkreuzträger hat, wie auch der Schauspieler Peter Lohmeyer bereits ein Aufrufvideo gedreht und Aktionen angekündigt. Am 16. März werden Starkoch Tim Mälzer und Moderator Tobias Schlegl einem Laut gegen Nazis-Team in einem DJ-Battle gegenüber stehen. Weitere Acts werden zeitnah angekündigt.

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Katrin Thoß
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