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Der Tagesspiegel: Pharma-Zwangsrabatt bringt Privaten dreistelligen Millionenbetrag

Berlin (ots) - Von den Zwangsrabatten der Pharmaindustrie werden auch die privaten Krankenversicherer profitieren. "Die Privatversicherten werden durch ihre Einbeziehung in die Rabatte der Arzneimittelhersteller jährlich um einen dreistelligen Millionenbetrag entlastet", sagte Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbands, dem Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe). Der Bundestag wird an diesem Donnerstag das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz beschließen, das die Arzneimittelhersteller zu Rabatten in Höhen von zwei Milliarden Euro verpflichtet.

Einen Tag später soll das Parlament das GKV-Finanzierungsgesetz verabschieden, das unter anderem die Wartezeit für Gutverdiener, die von der gesetzlichen Krankenversicherung in die PKV wechseln wollen, senkt. Diese Regelung bringe den Privatversicherten aber weniger als angenommen, sagte Leienbach. "Die Regierung führt ja nur das wieder ein, was bis 2007 schon gegolten hat", betonte der Verbands-Chef. "Betrachtet man den Vorher-Nachher-Effekt - also die Neuzugänge aus dem letzten Jahr der alten Regelung mit den Neukunden im ersten Jahr mit der Drei-Jahres-Frist - liegt die Differenz bei 16 000 Versicherten. Das ist weniger als viele glauben", sagte Leienbach.

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