Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: SPD-Europaexpertin Schwall-Düren: Griechen können auf deutschen Zeigefinger verzichten

Berlin (ots) - Berlin - In der Diskussion um die akute Finanzkrise Griechenlands hat die SPD-Europaexpertin Angelica Schwall-Düren davor gewarnt, Athen an den Pranger zu stellen. Die Vertreter von CDU, CSU und FDP sollten sich angesichts der angespannten Lage in Griechenland "zurückhalten, statt sich als Klassenprimus aufzuspielen", sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende dem "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe). "Die Griechen wissen selbst am besten, welche Fehler sie in der Vergangenheit gemacht haben. Sie können auf den deutschen Zeigefinger gut verzichten." Der griechische Parlamentspräsident Filippos Petsalnikos hat den deutschen Botschafter in Athen zu sich gebeten, um sich über deutsche Medienberichte zur Griechenland-Krise zu beschweren. Schwall-Düren forderte die Bundesregierung auf, darzulegen, wie sie die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der EU in Zukunft ausgleichen will. "Das griechische Leistungsbilanzdefizit ist auch ein Ergebnis des deutschen Exportüberschusses, der durch übertriebene Lohnzurückhaltung auf Kosten deutscher Beschäftigter und auf Kosten anderer EU-Mitgliedstaaten erzielt wurde", sagte Schwall-Düren. Die europäische Solidarität verbiete es hingegen, dass einige EU-Staaten auf Kosten anderer prosperieren. Bei Rückfragen: Der Tagesspiegel Politikredaktion Tel.: 030-29021-14311 Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de   Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Der Tagesspiegel

Das könnte Sie auch interessieren: