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Der Tagesspiegel: Enkelmann: Linke riskiert durch Selbstzerfleischung Wahlerfolge

Berlin (ots) - Die parlamentarische Geschäftsführerin der Linken-Bundestagsfraktion, Dagmar Enkelmann, hat ihrer Partei vorgeworfen, durch Selbstbeschäftigung Wahlerfolge zu riskieren. "Wenn wir uns weiter zerfleischen, setzen wir den Einzug in den Landtag von Nordrhein-Westfalen im Mai aufs Spiel. Die Streitereien müssen endlich aufhören", mahnte die Linken-Politikerin im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). "Anstatt uns auf die politische Arbeit zu konzentrieren, nehmen wir uns selbst auseinander", sagte die Linken-Politikerin. Sie beklagte außerdem die Art des Umgangs in der Partei: "Der Linken fehlt eine Kultur der öffentlichen Debatte ohne persönliche Verletzungen. Das müssen wir noch lernen." Enkelmann nahm Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch gegen Vorwürfe aus einigen westdeutschen Landesverbänden in Schutz. "Man kann Dietmar Bartsch wirklich nicht vorwerfen, dass er illoyal ist", sagte sie. An den Wahlerfolgen im letzten Jahr habe Bartsch einen "maßgeblichen Anteil". Als Bundeswahlkampfleiter habe er mit dafür gesorgt, dass die Linke im Westen so erfolgreich aufgebaut worden sei. Sie gehe davon aus, dass auch Parteichef Oskar Lafontaine wisse, "dass Dietmar Bartsch für die Linke unverzichtbar ist". Enkelmann sagte, sie habe den Eindruck, es gehe bei dem Streit "nur vordergründig um Personen". In der Konsequenz gehe es um die Frage, wohin sich die Linke künftig entwickle. "Es rächt sich, dass die Linke die Programmdebatte noch nicht gründlich geführt hat. Wir haben viele offene Fragen zugelassen und viele Kompromisse gemacht. Da hätten wir konsequenter sein müssen", sagte Enkelmann weiter. Bei inhaltlichen Rückfragen wenden Sie sich bitte an Tagesspiegel Parlamentsbüro Tel.: 030 29021 14104 Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de   Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

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