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Der Tagesspiegel: VW-Betriebsrat Osterloh sieht Chancen für Opel

    Berlin (ots) - Der Gesamtbetriebsratsvorsitze von Volkswagen, Bernd Osterloh, hat sich für die Rettung des VW-Wettbewerbers Opel ausgesprochen. "Ich sehe nach wie vor eine Marktchance für Opel", sagte Osterloh dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Der Erhalt des Unternehmens sei nicht nur wegen der 26.000 Beschäftigten nötig. "Es geht doch in Wahrheit um viel mehr Menschen. Da hängen Familien dran und Zulieferer, Handwerker, und Händler, Schlachter und Friseure", sagte Osterloh. Die Opel-Beschäftigten seien für die Situation nicht verantwortlich. "Die haben einen guten Job gemacht und sollen jetzt die Fehler anderer ausbaden." Die Grundlage "eines viel beschworenen Dienstleistungslandes" sei die industrielle Fertigung, fügte Osterloh hinzu. "Und zu dieser Grundlage gehört Opel." Wenn es eine nachhaltige Perspektive für die Traditionsmarke gebe, dann seien auch "staatliche Hilfen richtig".

    Mit Blick auf Volkswagen unterstützte Osterloh die Strategie von Vorstandschef Martin Winterkorn: "Die Wachstumsstrategie 2018 tragen wir gemeinsam mit Dr. Winterkorn. Volkswagen wird seine Ziele erreichen", sagte der Betriebsratschef. In der Autoproduktion rechnet Osterloh mit Produktivitätsfortschritte von rund 30 Prozent "in den nächsten drei, vier Jahren". Dies sei eine Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von VW und die dauerhafte Sicherung von Arbeitsplätzen.

    Die Auseinandersetzung mit dem VW-Großaktionär Porsche hält Osterloh für beendet. "Das war nie eine Auseinandersetzung mit unseren Betriebsratskollegen von Porsche. Mit Uwe Hück und seinen Kollegen arbeiten wir gut zusammen." Ansonsten gelte für den Vorstand von Porsche, "dass man sich Vertrauen erarbeiten muss". Da sei bei der Belegschaft von VW viel Porzellan zerschlagen worden. "Wir wollen jetzt aber nicht zurück blicken: Wir sind auf einem guten Weg", sagte Osterloh. "Und ich hoffe, dass das jetzt auch so bleibt."

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