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Der Tagesspiegel: BKA-Präsident Jörg Ziercke: "Nach meiner Einschätzung sind deutsche Sportler, Funktionäre und Politiker in Peking sicher."

    Berlin (ots) - Auch nach dem Anschlag auf eine Polizeiwache in der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas geht das Bundeskriminalamt davon aus, dass bei den Olympischen Spielen in Peking keine akute Terrorgefahr droht. "Nach meiner Einschätzung sind deutsche Sportler, Funktionäre und Politiker in Peking sicher", sagte der Präsident des BKA, Jörg Ziercke, dem Tagesspiegel. Das BKA nehme die Hinweise Chinas auf terroristische Aktivitäten sehr ernst, betonte BKA-Präsident Ziercke. Allerdings werde in dem Land "ein enormer Sicherheitsaufwand" betrieben, personell als auch technisch, um die Spiele zu schützen. "Es gibt mehr als 100 000 zusätzliche Sicherheitskräfte in Peking", sagte  Ziercke. "Unabhängig von der Frage, ob die Maßnahmen in diesem Umfang erforderlich sind, dürften potenzielle Attentäter große Schwierigkeiten haben, einen Anschlag zu begehen." Ziercke warnte zwar, "so etwas schreckt Selbstmordattentäter natürlich nicht ab." Die jüngsten Anschläge zeigten allerdings, "dass diese Gruppen noch nicht hoch professionell agieren." Drei Mitarbeiter hat das BKA bereits nach China entsandt - einen in das internationale Polizei-Zentrum und zwei zur deutschen Olympiamannschaft. Letztere betreuen das Team und stünden den Sportlern zur Seite, sollte sich eine Gefährdung abzeichnen. Außerdem verfügt das BKA über einen Verbindungsbeamten in Peking. "Wir haben alles getan, was vorsorglich unternommen werden kann", sagte Ziercke.

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