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Der Tagesspiegel: Wirtschaftsforscher fordert Börsenumsatzsteuer in Deutschland

Berlin (ots) - Der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, Gustav A. Horn, hat die deutsche Politik aufgefordert, die Börsen stärker zu regulieren. An den Finanzmärkten gehe es zunehmend weniger um die Absicherung unsicherer realwirtschaftlicher Geschäfte, gegen die nichts einzuwenden sei, sondern um Preisspekulation, schrieb er in einem Beitrag für den Tagesspiegel am Sonntag. Horn kritisierte in diesem Zusammenhang etwa die Energiekonzerne, die wegen langfristiger Lieferverträge niedrige Bezugspreise für Öl haben, aber dennoch die höheren Spekulationspreise meist sofort am Markt durchsetzen. "Dies spricht für erhebliche Mängel im Wettbewerb. Hier ist die Politik dringend gefordert. Denn dieser Preisanstieg erzeugt gravierende wirtschaftliche Probleme bei ohnehin einkommensschwachen Schichten in den Industrieländern, vor allem aber auch in den ärmeren Ländern", schrieb Horn. Die Wirtschaftspolitik müsse sich mehr um die Stabilität der Finanzmärkte bemühen. Konkret regte Horn eine Börsenumsatzsteuer an. "Man sollte gerade auch in Deutschland auch über eine Börsenumsatzsteuer nachdenken, die den Anreiz für solche spekulativen Transaktionen merklich vermindert", so Horn. Dies würde auf Dauer nicht zu sinkenden Energiepreisen führen, aber es dürfte die Instabilität der "freien" Märkte verringern, schrieb er. Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel am Sonntag, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260 Pressekontakt: Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de   Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

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