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Der Tagesspiegel: Struck: Merkel soll für größeren Einfluss des Bundes auf die Bildungspolitik kämpfen

    Berlin (ots) - SPD-Fraktionschef Peter Struck hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgefordert, sich in ihrer Partei für einen größeren Einfluss des Bundes auf die Bildungspolitik einzusetzen.   Dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte Struck, wenn es der Kanzlerin ernst sei mit ihrem Wort von der Bildungsrepublik,  "dann sollte sie versuchen, das Bildungshemmnis Nummer eins in Deutschland zu beseitigen, nämlich den falsch verstandenen Föderalismus". Angesichts der Zuständigkeit der Länder für die Bildung könne Merkel "vieles ankündigen", kritisierte Struck. "So lange die Länder nicht zustimmen, ist das alles nichts wert."

      Zugleich nannte Struck einzelne Maßnahmen, die der Bund im Rahmen
seiner eingeschränkten Kompetenzen zur Verbesserung der Bildung
ergreifen müsse. "Jeder muss das Recht erhalten, einen Haupt- oder
Realschulabschluss nachzumachen", sagte Struck. Außerdem müssten    
Berufsabschlüsse wie der Meister bundesweit zum Universitätsbesuch
berechtigen. Überdies mahnte Struck einen zweiten Hochschulpakt
zwischen Bund und Ländern an, um die Ausbildung der Studenten zu
verbessern.

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