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Der Tagesspiegel: Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard. "Ja, ich würde es wieder machen."

    Berlin (ots) - Der Zeichner der Mohammed-Karikaturen Kurt Westergaard hat sich im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel wütend darüber geäußert, dass er bedroht werde, "nur weil ich meine Arbeit gemacht habe. Ich bin Zeichner. Und kein Verbrecher." Im September 2005 hat der heute 73-jährige Karikaturist für die dänische Tageszeitung "Jyllands-Posten" Mohammed mit einer Bombe im Turban gezeichnet. Die Karikatur hat bei Moslems in aller Welt zu heftigen Protesten geführt, es gab mehr als hundert Tote. Kurt Westergaard lebt seitdem unter ständigem Polizeischutz, bisher haben er und seine Frau acht Mal ihre Wohnung wechseln müssen.

    Im Interview mit dem Tagesspiegel sagt der Karikaturist weiter: "Ja, ich würde es wieder machen." Seine Karikatur habe den Schleier der Political Correctness in Dänemark zerrissen, der "bis dahin über allem lag, was mit dem Islam zu tun hat". Flemming Rose, Kulturchef von "Jyllands-Posten" und Auftraggeber der Mohammed-Zeichnungen, sagt im Interview: "Wir erleben jeden Tag eine Karikaturenkrise. Wir müssen nur genauer hinschauen." Es gehe um nicht weniger als um die Meinungsfreiheit. Beide stehen "ohne Wenn und Aber" zu den Zeichnungen.

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