Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

(Korrekturmeldung zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar
05.02.2016, 09:30 Uhr)

Hannover (ots) -

   Etwa 200 Millionen Mädchen weltweit betroffen / Stiftung 
   Weltbevölkerung: "Gravierende Menschenrechtsverletzung beenden"

   Bitte beachten Sie, dass in der Überschrift und im ersten Absatz 
   die Schätzung von Genitalverstümmelungen an Mädchen und jungen 
   Frauen auf 200 Millionen durch UNICEF nach oben korrigiert wurde.

   Es folgt die korrekte Pressemitteilung:

   Laut aktuellen Schätzungen von UNICEF sind etwa 200 Millionen 
Mädchen und junge Frauen von Genitalverstümmelung betroffen - einer 
massiven Menschenrechtsverletzung. Darauf weist die Stiftung 
Weltbevölkerung anlässlich des Internationalen Tags gegen 
Genitalverstümmelung am 6. Februar hin. 

   Die Praktik ist vor allem in Ländern Afrikas und des Mittleren 
Ostens verbreitet, wo sie oft als wichtiger Übergang vom Mädchen zur 
Frau gilt. Die Mädchen sind bei dem Eingriff meistens nicht einmal 15
Jahre alt. Bei der Genitalverstümmelung wird die Klitoris teilweise 
oder vollständig entfernt - meist ohne Narkose und mit einfachen 
Hilfsmitteln wie Glasscherben oder Rasierklingen. Die betroffenen 
Frauen und Mädchen leiden häufig lebenslang unter den Folgen - etwa 
durch Infektionen, Blutungen und Komplikationen bei der Geburt. Viele
sterben daran. 

   Gleichberechtigung für Mädchen und Frauen entscheidend 

   "Erfreulich ist, dass die Verbreitung der grausamen Praktik in den
letzten Jahren etwas zurückgegangen ist", sagt Renate Bähr, 
Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Doch noch immer 
werden weltweit jedes Jahr Millionen Mädchen an ihren Genitalien 
verstümmelt, in einigen Ländern wie Mali und der Elfenbeinküste sind 
die Zahlen sogar gestiegen. Es wird höchste Zeit, diese gravierende 
Menschenrechtsverletzung endlich zu beenden und Mädchen und Frauen 
vor unfassbarem Leid zu bewahren. Gesetze allein reichen nicht aus. 
Entscheidend ist, Mädchen und Frauen gleiche Rechte einzuräumen. Wenn
die Menschen in den Gemeinden nicht einsehen, dass die 
Genitalverstümmelung schwerwiegende Folgen für die Mädchen hat, wird 
diese grausame Tradition fortgesetzt." 

   Über die Stiftung Weltbevölkerung 

   Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige 
Entwicklungsorganisation. Sie unterstützt Aufklärungsinitiativen und 
Gesundheitsprojekte für Jugendliche in Entwicklungsländern. Unsere 
Mitarbeiter und Jugendberater klären junge Menschen über weibliche 
Genitalverstümmelung und deren schwerwiegende Folgen auf. Unsere 
Projektarbeit bezieht die Eltern sowie politische und religiöse 
Meinungsführer ein, um nachhaltige Erfolge bei der Bekämpfung von 
Genitalverstümmelung zu bewirken. 

   Weitere Informationen
   - Weibliche Genitalverstümmelung: fünf Fragen - fünf Antworten 
     unter: http://ots.de/bto76
   - Grafik "Verbreitung von Genitalverstümmelung in ausgewählten 
     Ländern" unter: http://ots.de/G3Dk5 

Pressekontakt:

Ute Stallmeister
Pressesprecherin
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
Telefon: 0511 94373-31
E-Mail: ute.stallmeister@dsw.org
Original-Content von: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, übermittelt durch news aktuell

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