Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

Welt-Aids-Tag
Weltweite Erfolge im Kampf gegen HIV und Aids
Aids unter Teenagern jedoch weltweit zweithäufigste Todesursache

Hannover (ots) - Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ging weltweit von 2000 bis 2014 um 35 Prozent auf zwei Millionen zurück. Gesunken sind auch die Todesfälle im Zusammenhang mit Aids: Starben im Jahr 2004 noch zwei Millionen Menschen an Aids, sank die Zahl bis 2014 um 42 Prozent auf 1,2 Millionen. Keine Fortschritte hingegen gab es unter Teenagern. In der Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen zählt Aids weltweit zur zweithäufigsten Todesursache, in Afrika ist es sogar die häufigste Todesursache. Darauf macht die Stiftung Weltbevölkerung anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember aufmerksam.

Prävention auf junge Menschen zuschneiden

"Die weltweiten Fortschritte im Kampf gegen Aids zeigen, dass sich Investitionen in Prävention und Behandlung auszahlen", sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Doch die besorgniserregende Stagnation unter Teenagern mahnt zum dringenden Handeln. Allein im letzten Jahr infizierten sich 220.000 Teenager mit HIV, zwei Drittel von ihnen waren Mädchen. Präventionsprogramme wie Aufklärung und Verhütungsangebote müssen sich deshalb gezielt an Jugendliche richten und dringend ausgeweitet werden. Vor allem Mädchen brauchen besseren Schutz."

Neben der Prävention spielt Behandlung eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Aids-Epidemie. "Hier hat sich der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria als äußerst wirksam erwiesen", betont Renate Bähr. "Daher appelliere ich an die Bundesregierung, ihren Beitrag für den Globalen Fonds von derzeit 210 Millionen Euro auf mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen - das wäre angesichts der deutschen Wirtschaftskraft angemessen."

Über die Stiftung Weltbevölkerung

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Entwicklungsländern, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Gesundheitsinitiativen sowie Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte.

Pressekontakt:

Ute Stallmeister
Pressesprecherin
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
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