Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober
Die Chancen werden immer besser

Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober / Die Chancen werden immer besser
Der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz ist ein ausgewiesener Schlaganfall-Experte. Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober / Die Chancen werden immer besser / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/23980 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter ...

Gütersloh (ots) - Am 29. Oktober ist Welt-Schlaganfalltag. Fast 270.000 Deutsche sind jedes Jahr von der Volkskrankheit betroffen. Die gute Nachricht lautet: Wer sich informiert und richtig verhält, hat immer bessere Chancen.

"Wir könnten 70 Prozent aller Schlaganfälle verhindern", sagt der Bielefelder Neurologe Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, "wenn wir Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes richtig behandeln und einen gesunden Lebensstil führen". Dazu zählen aus Sicht des Schlaganfall-Experten eine ausgewogene, mediterrane Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf das Rauchen.

Weil auch das nicht immer vor einem Schlaganfall schützen kann, sollte man die Symptome eines Schlaganfalls erkennen. Typisch sind sehr starke Kopfschmerzen, plötzlicher Schwindel, Lähmungen oder Gefühlsstörungen, Sehstörungen und Sprach- oder Sprachverständnisstörungen. "Diese Symptome treten in der Regel schlagartig auf", erklärt Schäbitz.

Bei einem Schlaganfall-Verdacht gilt immer: Sofort den Notarzt rufen - 112! Prof. Schäbitz: "Jede Minute zählt, weil Hirngewebe abstirbt und dadurch Funktionen verlorengehen. Viele Patienten können wir heute schon gut behandeln, wenn sie rechtzeitig auf eine Stroke Unit kommen".

Stroke Units sind Schlaganfall-Spezialstationen. Mehr als 270 dieser Stationen haben die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in den letzten Jahren zertifiziert. Mit großem Erfolg: Innerhalb von zehn Jahren sank die Sterblichkeit nach einem Schlaganfall um 22 Prozent.

Doch nach wie vor ist der Schlaganfall der häufigste Grund für Behinderungen. Zwei Drittel der Patienten behalten Folgeschäden, nur eine schnelle Behandlung kann das verhindern. Die Standardtherapie ist die sogenannte Thrombolyse. Dabei lösen Ärzte den Gefäßverschluss mit einem Medikament auf.

Jetzt steht in großen Schlaganfall-Zentren eine weitere Methode zur Verfügung. Bei der Thrombektomie werden große Gerinnsel im Gehirn mit einem Katheter entfernt. "Wir können diese Behandlung nur bei einem Teil der Patienten einsetzen. Doch wenn sie wirkt, entlassen wir Patienten geheilt, die früher dauerhaft behindert gewesen wären", so Schäbitz.

Alle Informationen rund um den Schlaganfall auf www.schlaganfall-hilfe.de oder im Service- und Beratungszentrum der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Tel. 05241-97700.

Pressekontakt:

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Mario Leisle
- Pressesprecher -
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