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DUH will ökologische Modernisierung der Wirtschaft und Schutz der Natur verbinden

DUH will ökologische Modernisierung der Wirtschaft und Schutz der Natur verbinden
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Berlin (ots)

Langjähriger Umweltstaatssekretär Rainer Baake löst Jörg 
Dürr-Pucher als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH)
ab - Mit der Doppelspitze Jürgen Resch/Rainer Baake will der 
DUH-Vorsitzende Harald Kächele die Schlagkraft der Umwelt- und 
Verbraucherschutzorganisation stärken - "Modernisierer-Allianzen 
gegen Besitzstandswahrer" sollen Deutschland beim Klimaschutz und 
Export ökologisch verträglicher Spitzenprodukte voranbringen.
Nach dem Stabwechsel in der Bundesgeschäftsführung von Jörg Dürr-Pucher 
zu Rainer Baake will sich die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) weiter 
als bundesweit agierende Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutzorganisation 
profilieren, die entschieden in politische Prozesse eingreift und in 
Gesellschaft und Wirtschaft "Modernisierer-Allianzen" unterstützt. 
Ein aktiver Umwelt- und Naturschutz werde in Zeiten von Klimawandel 
und knappen Ressourcen viel stärker als bisher zur Basis eines umfassenden 
Modernisierungsansatzes und so zu einem positiven Standortfaktor im 
globalen Wettbewerb, sagte der DUH-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Harald
Kächele bei der Vorstellung des neuen Geschäftsführers Rainer Baake 
in Berlin.
"Unsere Umwelt ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts", 
meinte Kächele. Gerade deshalb sei es für ein traditionelles 
Exportland wie Deutschland lebenswichtig, mit ökologischen 
Spitzenprodukten am Weltmarkt präsent zu sein. "Wir werden weiter für
hohe Umweltstandards und einen dezidierten Naturschutz eintreten und 
gleichzeitig Allianzen bilden mit ökologisch orientierten 
Unternehmen. Dass der Dieselrußfilter in Frankreich zum Massenprodukt
entwickelt wurde und der Hybrid-Motor in Japan, sind für uns ebenso 
Alarmzeichen wie die klimapolitische Stagnation die sich in 
Deutschland anzubahnen scheint. Während Arnold Schwarzenegger von 
Kalifornien aus die Bush-Blockade im weltweiten Klimaschutz zu 
überwinden versucht, erleben wir in Deutschland nach Jahren großer 
Anstrengungen eine allmähliche Erschlaffung in der Politik und bei 
der Technologieentwicklung. Gäbe es nicht die Erneuerbaren Energien, 
Deutschland wäre in kaum einer Umwelttechnik mehr Weltspitze", mahnte
Kächele.
Der DUH-Bundesvorsitzende dankte Jörg Dürr-Pucher für elf Jahre 
engagierte Arbeit, sieben davon als Bundesgeschäftsführer. In seine 
Amtszeit fielen große Erfolge der DUH beim Schutz der Natur im In- 
und Ausland, bei der Einführung der Dieselrußfilter für Pkw oder der 
Stärkung der klimafreundlichen Erneuerbaren Energien vor Ort und 
insgesamt ein bundesweiter Ansehens- und Bekanntheitszuwachs der DUH.
Kächele: "Ich freue mich, dass Jörg Dürr-Pucher der DUH auch in 
Zukunft auf seinen angestammten Tätigkeitsfeldern als verlässlicher 
Mitstreiter erhalten bleibt". Dürr-Pucher, der ein eigenes Beratungs-
und Beteiligungsunternehmen im Bereich Erneuerbare Energien und 
Klimaschutz gegründet hat, erklärte, er werde der DUH "ganz sicher 
eng verbunden"  bleiben. Für die DUH werde er zukünftig vor allem in 
den Bereichen Erneuerbare Energien, Lebendige Flüsse und Kooperation 
mit Unternehmen aktiv sein. Er bedankte sich "für elf glückliche und 
spannende Jahre" und wünschte der DUH  "viel Erfolg und 
Innovationsfreude beim Ausbau ihrer Projektnetzwerke im Naturschutz, 
insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene. Dynamik und Ideen der 
DUH werden in der politischen Auseinandersetzung um Umwelt- und 
Verbraucherschutz auf allen Ebenen weiter gefragt sein".
Kächele nannte es einen "Glücksfall für die DUH", Rainer Baake, 
den langjährigen Umweltstaatssekretär in Hessen und Berlin als 
Nachfolger Dürr-Puchers gewonnen zu haben. "Rainer Baake war 20 Jahre
in gestaltender Position in der Umweltpolitik in Deutschland tätig. 
Er kennt sich auf diesem Feld aus wie kaum ein anderer". Mit Rainer 
Baake und der in diesem Jahr abgeschlossenen Einrichtung einer 
Leiterebene hoch qualifizierter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen 
werde sich die Schlagkraft der DUH als Umwelt- und 
Verbraucherschutzorganisation weiter erhöhen. Kächele: "Als der 
DUH-Vorstand Rainer Baake dem bisherigen DUH-Bundesgeschäftsführer 
Jürgen Resch an die Seite stellte, wollten wir das auch als Signal 
verstanden wissen: Wir werden unseren Partnern, aber auch unseren 
Gegnern in Politik, Wirtschaft und Verbänden stets auf Augenhöhe 
begegnen und wir werden alles tun, den Umwelt- und Verbraucherschutz 
vom Rand in die Mitte der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zu 
bringen".
Der neue DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake erklärte, er freue
sich "auf die neue Aufgabe, in einer Organisation an führender Stelle
mitzuarbeiten, die sich in den vergangenen Jahren mit Kompetenz und 
Dynamik viel Respekt bei Freund und Feind erworben hat." Die Politik 
sei immer auf starke Impulse aus der Gesellschaft angewiesen gewesen.
Das werde sich angesichts der fundamentalen Herausforderungen, vor 
denen Deutschland wie alle Industriestaaten stehe, eher verstärken. 
Gegen Klimawandel, Ressourcenknappheit oder die Bedrohung der 
Artenvielfalt helfe "sicher nicht eine Politik, die den 
strukturkonservativen Teilen von Industrie und Gesellschaft zu 
Diensten ist. Für Fortschritte im Umwelt- und Verbraucherschutz 
brauchen wir Modernisierer-Allianzen gegen die Besitzstandswahrer."  
Über diese Ausrichtung der DUH wisse er sich mit Harald Kächele und 
dem Vorstand der Umweltorganisation einig. Als Stichworte für die 
Arbeitsschwerpunkte der kommenden Monate nannte Baake den Klimaschutz
und die Energiepolitik. Die DUH werde ihre nach dem schweren Störfall
im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark verstärkte Aufklärungsarbeit 
über Sicherheitsprobleme auch in deutschen Reaktoren fortsetzen und 
sich mit kreativen Aktionen gegen alle Initiativen stellen, die am 
von zwei Dritteln der Deutschen gewünschten Atomausstieg rütteln 
wollen. Vorbereitet und in Kürze vorgestellt werde auch eine 
Bewertung und Kritik der aktuellen Klimaschutzpolitik der 
Bundesregierung. Ein weiterer Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit 
werde der Naturschutz sein. Hier wolle er anknüpfen an die von der 
DUH bisher schon erfolgreich vorangetriebene Bildung kommunaler 
Netzwerke wie die "Solarbundesliga" oder den soeben angelaufenen 
Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Naturschutz" sowie von Unternehmen 
unterstützte Projekte wie die "Lebendige Elbe".
Der langjährige DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, der mit 
Baake nun die hauptamtliche Doppelspitze der Umwelt- und 
Verbraucherorganisation bildet, bekräftigte, dass sich die DUH noch 
stärker als bisher für eine "zukunftsfähige Industriepolitik" 
engagieren werde. Mittel- und langfristig "raubt der industrielle 
Strukturkonservatismus dem Exportland Deutschland seine Stellung in 
der Welt", sagte Resch. Als Beispiel nannte er den erst nach Jahren 
aufgegebenen Widerstand der deutschen Automobilindustrie gegen die 
Einführung des Dieselpartikelfilters für Pkw und Lkw und ihre nicht 
mehr einzuhaltende Selbstverpflichtung zur Verbrauchsminderung im 
Rahmen der europäischen Automobilhersteller. "Wir brauchen auf diesen
Feldern dringend Fortschritte, weil der Feinstaub in unseren Städten 
täglich Menschenleben fordert und die Folgen der Klimaerwärmung 
offenbar viel schneller eintreten, als es selbst die Klimaforscher 
noch vor wenigen Jahren geglaubt haben". Die Fortschritte seien 
jedoch auch dringlich, weil "sonst das Risiko wächst, dass Autos 
deutscher Hersteller auf zentralen Zukunftsmärkten wie China, Japan 
oder Kalifornien Marktanteile verlieren."  Auch der verbissene Kampf 
der Energiekonzerne für die ältesten Atomkraftwerke in Deutschland 
sei nicht nur gefährlich, sondern "im Kern ein Kampf nicht nur gegen 
den ökologischen, sondern auch gegen den technischen Fortschritt". Es
sei kein Zufall, dass nicht die großen Konzerne Deutschland zum 
Weltmeister auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien gemacht hätten, 
sondern praktisch ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen, 
sagte Resch. Die DUH habe sich als einziger Umweltverband, der 
gleichzeitig über den Status eines klageberechtigten 
Verbraucherschutzverbandes verfüge, außerdem vorgenommen, die 
Instrumente eines umweltorientierten Verbraucherschutzes 
weiterzuentwickeln: "Auf diesem noch jungen Tätigkeitsfeld gibt es 
viel Raum für Innovationen. Die Kampagne für energieeffiziente 
Elektrogeräte steht beispielhaft für Initiativen die gleichzeitig die
Umwelt und die Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger entlasten", 
schloss Resch.
Für Rückfragen:
Harald Kächele, Bundesvorsitzender, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin;
Tel.: 030 258986-0, Mobil.: 0179 2283811, Fax.: 030 258986-19, 
E-Mail:  kaechele@duh.de
Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer, Hackescher Markt 4, 10178 
Berlin; Tel.: 030 258986-0, Mobil.: 0151 55016943, Fax.: 030 
258986-19, E-Mail:  baake@duh.de
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Hackescher Markt 4, 10178 
Berlin; Tel.: 030 258986-0, Mobil.: 0171 3649170, Fax.: 030 
258986-19, E-Mail:  resch@duh.de
Jörg Dürr-Pucher,  scheidender Bundesgeschäftsführer, Hackescher 
Markt 4, 10178 Berlin; Tel.: 030 258986-0, Mobil.: 0175 5724848, 
Fax.: 030 258986-19, E-Mail:  duerr-pucher@duh.de
Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik, Hackescher Markt 4, 10178 
Berlin; Tel.: 030 258986-0, Fax.: 030 258986-19, Mobil: 0171 5660577,
E-Mail:  rosenkranz@duh.de

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