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Insolvenzeröffnungen um 14,7 % gestiegen
Wirtschaftsauskunftei Bürgel rät zu frühzeitigem Insolvenzantrag

    Hamburg ( ots) - Im ersten Halbjahr 2000 wurden in Deutschland 5.884 der rund 12.800 beantragten Insolvenzen in ein ordentliches Insolvenzverfahren übergeleitet. Damit stieg die Zahl der eröffneten Verfahren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,7 Prozent (757). Insgesamt erhielten 47 Prozent der beantragenden Unternehmen die Möglichkeit auf Sanierung. Der Anteil der eröffneten Verfahren an den Insolvenzanträgen liegt damit deutlich über der zu Zeiten der alten Konkursordnung sowie der Vergleichs- und Vollstreckungsordnung liegenden Quote von nur rund 30 %.          "In diesem Bereich hat die neue Insolvenzordnung das gesteckte Ziele erreicht, mehr Unternehmen die Chance auf Sanierung zu geben", betont Dr. Tilman Bettendorf, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel, Hamburg, die positiven Wirkungen der heutigen gesetzlichen Regelungen. "Viele Unternehmen nutzen für einen Insolvenzantrag den frühest-möglichen Zeitpunkt, in dem noch ausreichend Masse vorhanden ist, um ihr Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern". Bürgel rät Unternehmen dazu, bereits zum Zeitpunkt drohender Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag zu stellen. "Wer wartet, bis die Kasse vollständig leer ist, vergibt damit die Chance auf Rettung seines Unternehmens."          Das Gros der Verfahren wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach der neuen Insolvenzordnung abgewickelt; in nur 75 Fällen kommt noch die alte Konkurs- oder die Gesamtvollstreckungsordnung zur Anwendung.

    In den neuen Bundesländern wurden im vergangenen Halbjahr 1.340
Verfahren eröffnet - davon 20 nach altem Recht. Mit 312 verzeichnet
Sachsen die höchste Anzahl eröffneter Insolvenzverfahren, gefolgt von
Mecklenburg-Vorpommern (298), Brandenburg (220) und Sachsen-Anhalt
(216). Allein am Dresdener Insolvenzgericht wurden seit Januar diesen
Jahres 211 Insolvenzverfahren eröffnet, die höchste Verfahrenszahl
aller Gerichte in Gesamtdeutschland. Berlin liegt mit 209 Verfahren
an zweiter Stelle, vor Hamburg (201), Chemnitz (164) und Leipzig
(148).
    
    Der positiven Wirkung der Insolvenzordnung steht eine weiterhin
hohe Zahl von Insolvenzen gegenüber. Der Rückgang im Vergleich zum
Vorjahreszeit lag im ersten Halbjahr 2000 bei nur 0,8 %. Obwohl der
Anteil der mangels Masse abgelehnten Verfahren im ersten Halbjahr
2000 auf 53 % sank - und damit deutlich unter die durchschnittliche
Ablehnungsquote von rund 70 % vor 1999 - bedeutete der Gang zum
Insolvenzgericht für 6.916 Unternehmen das endgültige Aus. Bis Ende
dieses Jahres rechnet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel nach der
bisherigen Entwicklung mit einer Gesamtzahl nicht sanierbarer Firmen
von rund 14.000.
    
    
ots Originaltext: BUERGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG
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