Kinderschutz-Zentren

Verstört, verzweifelt, verschlossen... - Kindertherapeutische Hilfen im Kinderschutz

Köln/Stuttgart (ots) - Bei dem 13. Stuttgarter Kinderschutzkongress vom 3.-4. Dezember 2009 beschäftigen sich Kindertherapeut(inn)en aus dem gesamten Bundesgebiet mit verschiedenen therapeutischen Angeboten für gewaltbelastete Kinder. Allein in Stuttgart sind zwischen Januar und Juli 2009 920 Kinder misshandelt oder vernachlässigt worden. Gewalt, die Kinder in der Familie erleben, hinterlässt Spuren. Im geringsten Fall wirkt sie auf Kinder verunsichernd und verletzend, im schlimmsten Fall massiv erschütternd und traumatisierend. Aus zahllosen Untersuchungen ist bekannt, dass das Risiko sehr groß ist, dass Kinder, die Gewalt erlebt haben, massiv in ihrer Entwicklung und Lebensperspektive gehemmt und eingeschränkt werden. Jedes Jahr werden etwa 4500 Kinder und Jugendliche wegen Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten in Kliniken behandelt. Kinder aus konfliktbelasteten Familien haben ein bis zu fünffach erhöhtes Risiko, psychisch auffällig zu werden.

Das Stuttgarter Kinderschutz-Zentrum möchte dem entgegenwirken und plant die Einrichtung eines Kindertherapiezentrums. Eine therapeutische Frühintervention mit betroffenen Kindern und Jugendlichen soll innerfamiliäres Gewalterleben zeitnah aufarbeiten, noch bevor Kinder und Jugendliche massiv auffällig werden und manifest erkranken. Dieses neue und innovative Konzept ist eine Ergänzung der bestehenden sozialpädagogischen und beraterischen Angebote in der Stuttgarter Jugendhilfe. Das Besondere dieses Konzeptes ist die Konzentration auf die Innensicht des Kindes, auf seine Vorstellungen von der Welt und seine Bedürftigkeit. Was geht in ihm vor? Wie verarbeitet es die erlebten Gewalterfahrungen? Was braucht es, damit eine heilsame Entwicklung gefördert, das Kind gestärkt und verhindert wird, dass es Symptome und Auffälligkeiten entwickelt, die langfristig zu psychischen und psychosomatischen Störungen führen können.

Der Fachkongress wird in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutz-Zentrum Stuttgart und der Volkshochschule Stuttgart veranstaltet und im Rahmen des Projekts "Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Zu einem Pressegespräch laden die Veranstalter am Donnerstag, den 3.12.2009 um 12:30 Uhr in den Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart herzlich ein.

Weitere Informationen zum Programm, Referent(inn)en und zum Tagungsort finden Sie im Internet unter www.kinderschutz-zentren.org/stuttgart2009 .

Pressekontakt:

Arthur Kröhnert
Die Kinderschutz-Zentren
Telefon: 0221-56975-3
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
www.kinderschutz-zentren.org

Kristin Kreimer-Philippi
Kinderschutz-Zentrum Stuttgart
Telefon: 0711- 23 89 0-0
E-Mail: info@kisz-stuttgart.de

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