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kressreport: Unternehmensberater Peter Skulimma: "Es mangelt Verlagen nicht an Ideen oder finanziellen Mitteln"

Hamburg (ots) - Die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen außerhalb des Kerngeschäfts wird von Zeitungsverlagen zunehmend ernster und professioneller angegangen. Allein 40% der deutschen Verlage planen für 2015 neue Projekte im Bereich Diversifikation. Das ist ein Ergebnis der gemeinsam vom BDZV und der Unternehmensberatung Schickler untersuchten Studie "Trends der Zeitungsbranche". kressreport hat Peter Skulimma, 48, Associate Partner bei Schickler, im Interview gefragt, worauf Medienhäuser bei der Entwicklung neuer Erlösquellen achten sollten. "Es mangelt nicht an Ideen oder den finanziellen Mitteln", sagt er. "Ein Geschäft zum Fliegen zu bringen, ist oft eine Frage der Umsetzungsstärke einer Organisation."

Die großen Sorgen der Medienmanager sowohl im Bereich Digitalisierung als auch Diversifikation drehen sich Skulimmas Erfahrung nach um Fragen nach dem dafür nötigen Personal, den Strukturen und der Unternehmenskultur. "Was wir in der Beratung merken: Medienhäuser, die bestimmte Geschäftsfelder richtig gut entwickelt haben, haben sich vorher die richtigen Fachleute geholt", sagt er. Für viele der neuen Bereiche gehe es oft nicht anders als außerhalb der Branche zu suchen. "Generell sollten Verlage aber neben dem Anheuern von externen Fachleuten auch in das Thema Umsetzungsstärke und Innovationskultur der eigenen Organisation investieren, z.B. durch Schulung oder Incentivierungsmodelle."

Der Studie zufolge beurteilen 2/3 der Verlage die strategische Relevanz von Diversifikation als hoch bis sehr hoch. Jeder Verlag müsse sich Gedanken machen, welche Wachstumschancen sich ihm eröffnen."Gerade regionale und lokale Tageszeitungen haben in ihrem Markt eine starke Stellung", so Skulimma. "Die 'Sächsische Zeitung' kann unter den Zeitungsmarken als führend betrachtet werden, was Investitionen außerhalb des Kerngeschäfts angeht", bewertet er. Die Tageszeitung biete eine breite Palette von klassischen Leserreisen über Ticketing bis hin zum Limousinenservice oder Fahrradverleih an. "Marken sind dehnbarer als man glaubt", sagt Skulimma.

Warum Skulimma E-Commerce für einen Wachstumstreiber hält, Verlage sich als Lieferdienst für Supermärkte anbieten könnten und trotzdem nicht ihr Kerngeschäft aus den Augen verlieren sollten, lesen Abonnenten im aktuellen kressreport 04.15, der ab sofort gedruckt und digital erhältlich ist.

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