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Sierra Leone: Plan bekämpft Malaria mit großem Gesundheitsprojekt Imprägnierte Netze sind der beste Schutz gegen den "Killer Number One"

Hamburg (ots) - Ein kleiner Mückenstich endet in Sierra Leone oft tödlich. Fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren stirbt an Malaria. Auch bei Schwangeren führt die Infektionskrankheit häufig zum Tod. Mit einem nachhaltigen Gesundheits- und Schutzprojekt will das Kinderhilfswerk Plan die Malaria - die häufigste Todesursache in dem westafrikanischen Land - eindämmen. Ziel ist es, die Zahl der Todesfälle bis 2011 bei Kleinkindern um 30 Prozent und bei Schwangeren um 50 Prozent zu senken. Zum Weltmalariatag am 25. April 2010 ruft Plan zu Spenden für dieses wichtige Projekt auf.

Fadimata Alainchar, Plan-Länderdirektorin von Sierra Leone, erklärt: "Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen diesen 'Killer Number one' sind imprägnierte Moskitonetze. Wir überzeugen die Menschen, sich und vor allem ihre kleinen Kinder mit Netzen zu schützen. In allen Programmgebieten statten wir die Gesundheitsstationen mit Medikamenten gegen Malaria aus. Sehr wichtige Arbeit leisten unsere Gemeinde-Gesundheitsarbeiter, die in den Dörfern über Malaria aufklären. Das ist so wichtig, weil immer noch viele Erwachsene den Gang ins Krankenhaus scheuen und lieber traditionelle Medizin nehmen. Dadurch wird eine erfolgreiche Behandlung oft verhindert. Auch Kinder beziehen wir gut in die Aufklärungsarbeit ein. Sie schulen wieder andere Kinder in den Gesundheitsclubs. Kinder lernen schnell und sind viel eher als Erwachsene bereit, neue Verhaltensweisen anzunehmen."

Eine wichtige Aufgabe bei der Malariabekämpfung ist es auch, Trinkwasser in den Gemeinden bereit zu stellen. Zudem müssen Wassertümpel in der Nähe der Dörfer trocken gelegt und Grasflächen regelmäßig beschnitten werden. Sie bilden sonst geeignete Brutstätten für die Moskitos. Fadimata Alainchar: "In ländlichen Regionen werden gerade Mädchen oft zum Wasserholen geschickt. Damit sind sie besonders gefährdet, gestochen zu werden und an Malaria zu erkranken."

In 170 Gemeinden und mithilfe von 75 Gesundheitsstationen betreibt Plan aktive Malaria-Aufklärung sowie medizinische Behandlung der Krankheit. Über 60.000 an Malaria erkrankte Kleinkinder sowie 180.000 Schwangere erhalten Medikamente bzw. Prophylaxe. 35.750 Moskitonetze werden bis 2011 in den Gemeinden verteilt. 25 Gesundheitsstationen führen Malariatests durch. Das Personal nimmt regelmäßig an Aus- und Fortbildungen über moderne Diagnosemöglichkeiten teil. Plans Projekt trägt dazu bei, das UN-Millenniums-Entwicklungsziel sechs zu erreichen: die Ausbreitung von Malaria bis 2015 zu stoppen.

Mehr Informationen zum Plan-Malaria-Projekt in Sierra Leone sowie Spendenmöglichkeiten unter www.plan-deutschland.de/aktuelles/

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