Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Dänische Königin Margrethe besucht deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl

Die dänische Königin Margrethe II. informierte sich auf der Kriegsgräberstätte über das geplante Projekt "Dänemarks Flüchtlingsmuseum". v.L.: IKH Margrethe II, Gesandte der Deutschen Botschaft Anke Meyer, Volksbund-Präsident Markus Meckel, Projekt-Beauftragter Claus Jensen. Dänische Königin... mehr

Oksbøl (ots) - Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die dänische Königin Margrethe Il. die deutsche Kriegsgräberstätte in Oksbøl und das angrenzende ehemalige Hospital des Flüchtlingslagers. Dort wird die Kommune Varde mit Beteiligung des Volksbundes bis 2018 ein Flüchtlingsmuseum errichten.

Volksbund-Präsident Markus Meckel und der Projektverantwortliche der Kommune Varde, Claus Jensen, empfingen die Königin auf der Kriegsgräberstätte.

In einem kurzem Gespräch mit der Königin hatte Meckel die Gelegenheit, ihr die Wichtigkeit dieses Projekts zu verdeutlichen. Die Königin zeigte sich sehr interessiert an der Historie des besonderen Ortes und dem Museumsprojekt.

"Mit dem Besuch der Königin bekommen das Projekt 'Dänemarks Flüchtlingsmuseum' und unsere Kriegsgräberstätte die verdiente breite öffentliche Anerkennung", erklärte Meckel. "Das ist ein wichtiges Zeichen für die bedeutende Arbeit der Kommune und des Volksbundes, die Erinnerung an das Schicksal von 250.000 deutschen Flüchtlingen - die aus den ehemaligen Ostgebieten über die Ostsee flohen - und deren schwierige Geschichte zum Ende des Zweiten Weltkrieges wachzuhalten."

Laut Meckel sei Oksbøl eine ganz besondere Kriegsgräberstätte - in dieser Jahreszeit zudem eine ganz besonders schöne. "Im Gegensatz zu den meisten anderen ruhen hier zum größten Teil Zivilisten - Kriegstote, die sonst meist in unbekannten Gräbern ruhen. 1675 Flüchtlinge sind hier bestattet, darunter viele Kleinkinder und 121 deutsche Soldaten. Nur die wenigsten wissen, dass Flüchtlinge als Kriegstote anerkannt sind und ein dauerhaftes Ruherecht haben", betonte Meckel am Rande des Besuches. "Auf den Grabsteinen lässt sich so manches Schicksal ablesen. Sie kamen hierher, um zu überleben - in ein Land, wo die Deutschen vorher Besatzer und Feinde waren - doch gerade viele Alte und Kinder starben angesichts der vorangegangenen Strapazen und der schlechten Versorgungslage während des Aufenthaltes im Lager", betonte Meckel abschließend.

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