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Mit dem Notebook zum Mond
50 Jahre Halbleiter-Industrie in Deutschland

Mit dem Notebook zum Mond / 50 Jahre Halbleiter-Industrie in
Deutschland
Nur anhaltende Innovationsdynamik hält das Beziehungsdreieck aus Miniaturisierung, Produktivitätssteigerung und Preisreduktion aufrecht. Halbleiter werden immer kleiner, leistungsfähiger und kostengünstiger.

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    München (ots) - In wenigen Zeilen gab Ernst von Siemens Anfang April 1952 bekannt, zur Produktion von Halbleitern ein separates Werk bauen zu wollen. Damals war nicht abzusehen, welche Entwicklung er damit anstoßen würde. Es war der Beginn der Halbleiter-Industrie in Deutschland. Heute - ein halbes Jahrhundert später - blickt diese Branche wirtschaftlich wie technologisch auf eine unvergleichlich rasante Entwicklung zurück. Und nach wie vor gestaltet die vor 50 Jahren errichtete Fabrik diesen Fortschrittsprozess als einer seiner Vordenker. Nur heißt sie heute Infineon. Und aus den anfänglich 30 sind inzwischen 30.000 Mitarbeiter geworden, von denen jeder sechste an weltweit 29 Standorten in den Bereichen Forschung und Entwicklung tätig ist.          Im Beziehungsdreieck von Miniaturisierung, Produktivitätssteigerung und Preisreduktion

    Zwischen 1954 und 2000 wuchs der weltweite Jahresumsatz der
gesamten Branche von fünf Millionen US-Dollar um das 40.000fache auf
200 Milliarden US-Dollar an. Pro Erdenbürger und Jahr werden
inzwischen durchschnittlich 60 Millionen Transistoren produziert.
Dabei funktionierte die Halbleiter-Industrie von Anfang an nach
eigenen Regeln. Ihre bekannteste und zugleich folgenreichste
formulierte Gordon Moore bereits 1965. Er machte die Beobachtung,
dass sich die Anzahl an Transistoren in einer integrierten Schaltung
etwa alle 18 Monate verdoppelt. Übersetzt bedeutet das nichts
anderes, als dass beispielsweise die Leistungsfähigkeit ganz normaler
PCs im gleichen Zeitraum ebenfalls zweimal so groß wird. Dieser
Entwicklung entsprechend könnte die gesamte Rechenleistung der ersten
Mondlandung von 1969 heute mit einem handelsüblichen Laptop bewältigt
werden. Dazu gehört auch die stetige Miniaturisierung der
Bauelemente. Für 1 GByte Speicher, heute ein Modul in der Größe
zweier Kreditkarten, wurde vor 30 Jahren die Fläche von 700 m2 und
der Strombedarf eines ganzen Dorfes benötigt.
    
    Ob zur Verkehrssteuerung, Telekommunikation,
Informationsverarbeitung oder in der programmierbaren Kaffeemaschine,
die immer kleiner und schneller werdenden Bausteine sind inzwischen
unverzichtbare Bestandteile des Alltags. Das ist aber nur möglich,
weil die Preise nicht analog zur Leistungsstärke gestiegen sind - im
Gegenteil. Keine andere Branche zeichnet sich durch eine ähnliche
Preiserosion aus, wie sie die Halbleiter-Industrie seit ihrem
Bestehen zu verzeichnen hat. Hatte man 1972 noch die Wahl, ob man
sich für umgerechnet rund 80.000 Euro ein Einfamilienhaus oder 1 Mbit
Speicher zulegen sollte, entspricht der Gegenwert für dieses
Speichervolumen heutzutage bei einem Preis von wenigen Cent gerade
noch einem einzelnen Kaugummi.
    
    Zukunftsfaktor Forschung und Entwicklung
    
    Einen kontinuierlichen Preisverfall in diesem Umfang können am
Markt beteiligte Unternehmen laut Ulrich Schumacher,
Vorstandsvorsitzender von Infineon Technologies, nur mit dauerhafter
Produktivitätssteigerung auffangen. "Einziger Weg, dies zu erreichen,
ist wissenschaftlich-technischer Fortschritt", so Schumacher. "Allein
2001 haben wir deshalb 1,2 Milliarden Euro für Forschung und
Entwicklung ausgegeben. Das entspricht in etwa den Haushalten zweier
großer deutscher Universitäten. Dies macht deutlich, wie ernst wir
die Zukunftssicherung unseres Unternehmens betreiben. Und ich denke,
dass unsere durchschnittlich 12 Patentanmeldungen pro Arbeitstag ein
eindrucksvoller Erfolgsbeleg sind. "
    
    Auch für die Zukunft hält die Halbleiter-Forschung in nahezu allen
Lebensbereichen revolutionäre Entwicklungen bereit. Sei es in der
Medizin, wo entsprechend programmierte Mikrochips zum Beispiel zur
Krebsfrüherkennung beitragen werden, oder sei es auf dem Gebiet von
Sicherheitslösungen, wo Mikroprozessoren die Möglichkeit zu sicheren
Identifikationsdokumenten bieten - Vielfalt und Chancen der
praktischen Anwendungen sind heute wie vor 50 Jahren kaum absehbar.
    
    
    
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