Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag
VIER PFOTEN gibt Tipps zum Umgang mit erkrankten Hunden und Katzen

Hamburg (ots) - Seit 1991 ist der 14. November der Auseinandersetzung mit der Krankheit Diabetes mellitus gewidmet. Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Heimtiere ebenso von der Blutzuckerkrankheit betroffen sein können, wie Menschen. Dabei tritt bei Hunden fast ausschließlich der Diabetes mellitus Typ I auf, der Typ II ist vor allem bei Katzen zu finden.

Erste Symptome einer Diabeteserkrankung sind Gewichtszunahme, gesteigerter Durst und vermehrter Harnabsatz sowie Heißhunger. Bei Hunden, sehr selten bei Katzen, kann eine plötzliche Trübung der Augen auftreten. Oft fällt dem Tierhalter "Unsauberkeit" auf - das Tier setzt in diesem Fall Harn im Haus ab, was zum einen an der großen Menge an produziertem Harn, zum anderen an einer der häufigsten Begleiterkrankungen des Diabetes, der Blasenentzündung, liegen kann.

Ursachen für Diabetes sind in erster Linie Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Vor allem fettreiche Kost und zu viele, zu schnell verfügbare Kohlehydrate wirken sehr schädlich. Kortisongaben über einen längeren Zeitraum oder Depotpräparate von Kortison oder Progestagenen, welche zur Unterdrückung der Läufigkeit/Rolligkeit oder zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt werden, können ebenso einen Diabetes auslösen. Sobald die Vergabe dieser Medikamente ausgesetzt wird, ist meist auch die Diabetes-Erkrankung ausgestanden. Bei Hündinnen können auch Sexualhormone verantwortlich sein. Hier hilft die Kastration. Außerdem sind, besonders bei Katzen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oft Auslöser.

Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN:

"Die gute Nachricht für Tierhalter ist, dass gerade bei einer frühzeitigen Erkennung, die Ursachenbeseitigung, wie das Absetzen des Kortisons oder eine Ernährungsumstellung, ausreicht, um auf die Verabreichung von Insulin verzichten zu können. Aber auch wenn die Krankheit eine lebenslange Insulintherapie erfordert, können Tierhalter ihren Schützlingen eine hohe Lebensqualität erhalten."

Betroffene Tierhalter sollten mit dem Tierarzt einen Therapieplan ausarbeiten, der als Basis für ein erfülltes und lebenswertes Heimtierleben dient.

Weitere Heimtier-Ratgeber finden Sie auf: www.vier-pfoten.de/themen/heimtiere/ratgeber

Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro wurde 1994 gegründet und ist eine von weltweit 11 Niederlassungen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

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