Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN kritisiert: Deutsche Nationalspieler besuchen Löwenpark in Südafrika

Hamburg (ots) - Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN startete kurz vor der WM eine Kampagne gegen die Trophäenjagd auf Löwen in Südafrika. Heute besuchten deutsche Nationalspieler einen Löwenpark nahe Johannesburg, streichelten Jungtiere und schossen Fotos. "In Südafrika fristen tausende Löwen ihr Dasein als Touristenattraktion, oft unter tierschutzwidrigen Bedingungen", kritisiert Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN. "Wir bedauern, dass einige Nationalspieler dennoch eine Löwenfarm besichtigt haben".

In Südafrika boomt die Zucht von Löwen in Gefangenschaft. Mehr als 4000 der majestätischen Tiere leben in Südafrika hinter Zäunen und viele dienen als Touristenattraktion. "Diese Praxis ist aus Tierschutzsicht problematisch", erklärt Pietsch. "Als Foto- und Streichelobjekte für ahnungslose Touristen werden die Löwenjungen oft schon im Alter von wenigen Tagen von den Löwenmüttern getrennt. Mit Handaufzucht werden sie auf den Menschen geprägt, das enorme Ruhebedürfnis der Jungtiere ignoriert".

So manchem der Touristen-Löwen droht ein trauriges Ende, denn viele Zuchtfarmen produzieren Nachwuchs für die südafrikanische Jagdindustrie. Beim so genannten "Canned Hunting" werden halbzahme Löwen schießwütigen Jägern in umzäunten Gebieten direkt vor die Flinte gesetzt. Allein zwischen 2006 bis 2008 hat sich die Zahl der Löwen-Abschüsse in Südafrika auf über 1000 Tiere verdreifacht und fast alle Tiere wurden in Gefangenschaft geboren.

"Fairplay spielt im Fußball eine große Rolle und VIER PFOTEN wünscht sich Fairness den Löwen gegenüber. Wir fordern die deutschen Nationalspieler auf, in Zukunft keine Löwenfarmen mehr zu besuchen", sagt Thomas Pietsch.

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