Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Menschen, Tiere, Komplikationen - Wildtiere leiden im Zirkus

Hamburg (ots) - Noch nicht einmal drei Monate ist es her, da wurde der Raubtier-Dompteur Christian Walliser im Hamburger Dinner Zirkus von seinen Tigern lebensbedrohlich verletzt. Am kommenden Wochenende wird er seine Raubtiernummer wieder präsentieren, als sei nichts gewesen - und ist damit kein Einzelfall. Allen Unfällen und Aufforderungen zum Trotz - noch immer herrscht in deutschen Zirkussen kein Wildtierverbot. Eine echt deutsche Schlappe sozusagen, wenn man bedenkt, dass viele europäische Nachbarn längst reagiert haben.

Unfälle, bei denen Menschen von Wildtieren aus Zoo, Zirkus oder Tierschau angegriffen wurden, gehören mittlerweile zum Pressealltag. Auch wenn die Unfälle mit Wildtieren teilweise lebensbedrohliche oder gar tödliche Folgen für die Opfer hatten bleiben Konsequenzen aus.

"Wildtiere können unter Zirkusbedingungen nicht artgemäß leben. Dauernder Platzmangel, ständige Transporte und zweifelhafte Dressuren gehören für die Tiere zum traurigen Alltag", sagt Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN. "Ein tierliebender Mensch darf nicht wegsehen, wenn Tiger, Löwen und Flusspferde in viel zu engen Käfigen dahinvegetieren müssen, bis der nächste Auftritt ruft."

Schon seit Jahren kämpft VIER PFOTEN für das Wohl der Wildtiere. Mit der Auffangstation LIONSROCK hat die Tierschutzorganisation in Südafrika ein Refugium für Großkatzen aus Zoos, Privathaltung und Zirkus geschaffen - ein riesiges Areal, das den Tieren ein artgerechtes Leben ermöglicht.

"Besuchen Sie bitte keine Zirkusse mit Wildtieren," sagt Thomas Pietsch. "Besonders hoch spezialisierte Arten mit großen Revieren wie Elefanten, Löwen oder Großbären sind schon unter Zoobedingungen nicht artgemäß zu halten. Ein Leben im Wanderzirkus bedeutet für diese Tiere lebenslanges Leid".

Presserückfragen an VIER PFOTEN:


Thomas Pietsch
Wildtierexperte

Tel: 040 - 399 249 - 30
Mobil: 0160 - 905 594 83
E-Mail: thomas.pietsch@vier-pfoten.org
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