Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Nach IKEA-Tierschutzskandal: Möbelhaus "Rück" verkauft Gänsefleisch aus der Stopfmast
Als Gänse aus Deutschland getarnt - in Wahrheit "krankes Fleisch" aus Ungarn

Hamburg (ots) - Am 30.11.09 deckte VIER PFOTEN auf, dass das IKEA-Weihnachtsmenü "Gänsekeule mit Knödeln" aus brutaler Tierquälerei stammte. Den Gänsen wurden die Federn bei lebendigem Leibe aus gerissen.

Nun setzt die Möbelhauskette "Möbelstadt Rück" noch einen oben drauf und verkauft Fleisch kranker Gänse aus der brutalsten Mast der Welt. Geliefert wurde das Stopffleisch von dem Großhändler "Citti". "'Citti' und 'Möbelstadt Rück' ist die Herkunft der Tiere und der Schutz des Verbrauchers völlig egal, dem Handelsunternehmen geht es offenbar nur um Profit", so Marcus Müller, VIER PFOTEN Kampagnenleiter.

Auf die Frage eines VIER PFOTEN Lockvogels antwortet der Koch bei "Möbelhaus Rück", dass die Gänsekeulen keine Ikea Gänse wären, sondern wirklich aus Deutschland stammten. Eine dreiste Lüge, denn der Karton, in dem die Ware geliefert wurde, zeigt nicht nur das Landeszeichen für Ungarn und das Logo des riesigen Stopfleber-Produzenten "Integral", sondern erklärt auch die Ware. Auf ungarisch steht das Kürzel "H. Liba" für "Hizott Liba", zu deutsch Stopfgans. "Das ist massivste Verbrauchertäuschung, die Kunden kaufen bei Möbel Rück Fleisch aus brutalster Tierquälerei, das eigentlich eine Gesundheitswarnung tragen müsste", so Marcus Müller.

Jüngst hat eine Studie der Universität Wien belegt, dass die Gänse todkrank gestopft werden und an Lungenentzündungen, Geschwüren und akuter Lebererkrankung leiden.

Ungarns Gänsefleisch geriet bereits wegen gefährlicher Antibiotika in die Schlagzeilen. Gegenüber einem verdeckten Ermittler von VIER PFOTEN wurde ein ungarischer Stopfmäster deutlich: "Natürlich ist das Tierquälerei, die Tiere können kaum atmen und können nicht aufstehen, gegen die Krankheiten geben wir Amoxicillin" (Antibiotika).

VIER PFOTEN fordert das Möbelhaus "Rück" auf, den Verkauf der Gänsemenüs sofort einzustellen. Der Stopffleischhändler "Citti" sollte sich die Mitbewerber "Metro" und "Fegro/Selgros" als Vorbild nehmen. Dort gehört Fleisch von kranken Gänsen aus der Stopfmast schon längst der Vergangenheit an.

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