Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Hamburger Eiertest: es wird falsch deklariert

    Hamburg (ots) - Die international arbeitende
Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. hat vor Ostern mehr als 1000
Eier aus dem Hamburger Handel auf ihre Herkunft hin überprüft.
    
    Nutztier-Referent Thomas Pietsch von den Vier Pfoten untersuchte
jedes Ei mit einer speziellen UV-Lampe auf Spuren von Käfiggittern.
    
    
    Das Ergebnis: 12 der 41 Stichproben von Eiern, die als Ware aus
Freiland- oder Bodenhaltung verkauft wurden, kamen eindeutig aus der
Legebatterie.
    
    Die untersuchten Eier stammten aus Supermärkten, Ökoläden und von
Wochenmärkten. Mit Abstand am schlechtesten schnitten Marktstände ab,
an denen Eier ohne Stempel verkauft und die Herkunft der Eier aus
Boden- oder Freilandhaltung mündlich versichert wurde. Hier kamen 8
von 10 Stichproben aus der Legebatterie. Bei Eiern mit
Freilandstempel waren von den Wochenmärkten 2 von 10 Stichproben, aus
den Supermärkten eine von 11 und sogar aus den Ökoläden eine von 10
Stichproben falsch ausgezeichnet.
    
    
    Thomas Pietsch von den Vier Pfoten e.V. äußert sich zu dem
Ergebnis: "Ich empfehle Eier auf Wochenmärkten nur zu kaufen, wenn
sie schriftlich als Eier aus Freilandhaltung gekennzeichnet sind. Wir
hatten schon vermutet, dass sich die Situation auf dem Hamburger
Eiermarkt nicht wesentlich verbessert hat. Bei unserem Eiertest im
vergangenen Jahr war ein gutes Drittel falsch deklariert. Es ist ein
Skandal, die Verbraucher haben ein Recht darauf zu wissen, woher die
Eier stammen. Immer mehr Menschen kaufen und essen Eier von
glücklichen Hühnern und nicht aus der qualvollen Käfighaltung, in der
jedes Tier weniger als eine DIN A 4-Seite Standfläche hat. Der
Appetit aufs Ei vergeht den meisten Menschen, sobald sie wissen, wie
die Hühner in der Legebatterie leiden.
    
    Der Eiertest zeigt, dass die schriftliche Kennzeichnung
"Freilandhaltung" eine relative Sicherheit über die Herkunft gibt,
dabei macht es nahezu keinen Unterschied, ob die Eier aus dem
Supermarkt, dem Ökoladen oder vom Markt stammen. Wir werden alle
Händler, die falsch deklariert haben, mit dem Ergebnis des UV-Testes
konfrontieren."
    
    Neben der Beschriftung "Freilandhaltung" gibt das Kontrollsiegel
KAT auf der Eierverpackung zusätzliche Sicherheit beim Eierkauf.
Hinter ihm steht der "Verein für kontrollierte alternative
Tierhaltungsformen e.V.", eine Einrichtung der freiwilligen
Selbstkontrolle des Einzelhandels.
    
    Eier, die den Test bestanden haben, wurden von den Vier Pfoten an
die Hamburger Tafel überreicht.
    
    Weitere Informationen enthält der "Ratgeber für den Eierkauf" und
die Broschüre "Rund ums Huhn". Beide Druckschriften gibt es bei: Vier
Pfoten e.V., Große Brunnenstraße 63a, 22763 Hamburg, Tel.:
040/3992490, e-mail: Office@vier-pfoten.de, Homepage:
www.vier-pfoten.de.
    
    
ots Originaltext: Vier Pfoten e.V.
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Weitere Auskünfte: Thomas Pietsch, Referent Nutztiere Tel.: 040 / 399
249 -70

Beate Schüler, PR-Referentin Tel.: 040 / 399 249 - 30

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