Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Nach Skandal - Supermärkte verzichten auf Enten aus Ungarn / VIER PFOTEN Kampagne gegen Ungarns Stopfleberindustrie zeigt Erfolg

Hamburg (ots) - VIER PFOTEN hat im Herbst 2007 durch DNA-Analysen aufgedeckt, dass Enten- und Gänsefleisch falsch deklariert wurde und zum größten Teil aus der grausamen Stopfmast stammte. Die Supermarktkette Kaufland hat inzwischen ebenfalls Unklarheiten bei der Herkunft ungarischer Ententeile bestätigt und aus diesen Gründen alle ungarischen Ententeile aus dem Sortiment genommen.

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz begrüßt diesen Schritt von Kaufland ausdrücklich. "Diese Entscheidung ist ein deutliches Signal an die ungarische Geflügelproduktion. Sie zeigt, dass weder der Handel noch der Verbraucher es künftig hinnehmen, mit falsch deklariertem Entenfleisch versorgt zu werden", sagt Markus Pfeuffer, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.

Auch den anderen Supermarktketten liegt die "Schwarze Liste" von VIER PFOTEN vor, die alle wesentlichen Stopfleber-Produzenten in Ungarn und Frankreich aufführt. "Wir fordern die anderen Lebensmittelkonzerne dazu auf, dem Beispiel von Kaufland zu folgen und darüber hinaus auf den Verkauf von Stopfleber-Produkten zu verzichten. Außerdem sollte die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lieferanten umgehend eingestellt werden", erklärt Pfeuffer. Will der Handel künftige Skandale vermeiden, sollten die "Stopfleber-Nationen" Ungarn und Frankreich beim Einkauf von Enten- und Gänsefleisch generell tabu sein.

VIER PFOTEN wird weiterhin die Produkte in den Regalen der Supermärkte überprüfen und ein wachsames Auge auf die Machenschaften der Geflügelkonzerne werfen. Nach neuesten Erkenntnissen von VIER PFOTEN ist Entenfleisch von den Stopfleberproduzenten und sogar die Stopfleber selbst noch immer in weiten Teilen des deutschen Einzelhandels zu finden.

Der Kunde hat die Macht, für konsequenten Tierschutz einzutreten, indem er auf pflanzliche Produkte oder auf Fleisch aus Freilandhaltung zurückgreift.

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