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Am Rothenbaum: Sandplatzkönig Nadal erobert seinen Thron zurück

    Hamburg (ots) - Im letzten Jahr entthronte Roger Federer den Sandplatzkönig Rafael Nadal am Hamburger Rothenbaum. Jetzt holte sich der Spanier sein Zepter wieder zurück. Mit 7:5, 6:7 (3), 6:3 schlug Nadal den Titelverteidiger im Rothenbaum-Finale. Dabei stand die Partie dem Halbfinal-Krimi gegen Novak Djokovic in nichts nach.

    Mit einem Doppelfehler endete Nadals erstes Aufschlagspiel im Finale, Federer führte schnell mit 5:1. Es schien, als könnte der Spanier dem Branchenprimus in diesem Jahr nicht ansatzweise das Wasser reichen. Nadals Gegenwehr war so gering, dass die Zuschauer einen erneuten Spaziergang des Schweizers erwarteten. Doch Federer nutzte seine Satzbälle beim Stand von 5:1 und 5:2 nicht, Nadal kämpfte sich zum 5:5-Ausgleich heran. Und nicht nur das. Der Spanier nahm dem Weltranglistenersten erneut den Aufschlag ab und verwertete nach exakt einer Stunde seinen ersten Satzball.

    Selten gesehen: Federer zeigte Emotionen, schlug wütend Bälle auf die Tribüne, wuchtete den Schläger auf die Netzkante. Beim Stand von 5:5 im zweiten Durchgang schien sich alles zu wiederholen. Federer lag mit 0:40 hinten, die Partie schien gelaufen. Doch der Schweizer holte fünf Punkte in Folge und gewann Satz zwei im Tiebreak. Das Publikum tobte vor Freude, die ersten La Ola-Wellen gingen über die Tribüne.

    In Satz drei war es Nadal, der Federer früh den Aufschlag abnahm und dieses Break nicht mehr hergab. Mit 6:3 holte sich der Mallorquiner den entscheidenden Durchgang und damit den Titel am Rothenbaum.

    "Vielen Dank an Sie alle", sagte der neue Rothenbaum-Champion bei der Siegerehrung, "es war für mich eine ganz besondere Erfahrung, hier spielen zu dürfen." Zur Zukunft des Masters Series Hamburg sagte Nadal: "Dieses Turnier ist sehr wichtig. Es verdient es, für immer ausgetragen zu werden."

    Dem schloss sich auch der zweite Sieger, Roger Federer, an. "Ich hoffe nur das beste für dieses Turnier und ich denke, wir sollten uns im nächsten Jahr wieder sehen." Für seine Niederlage hatte der Schweizer eine plausible Erklärung: "Ich war leider erst richtig warm gespielt, als das Match schon vorbei war", witzelte er.

    Zur Zukunft des Rothenbaum-Turniers äußerten sich auch die Verantwortlichen kämpferisch. "Tennis am Rothenbaum muss Zukunft haben", sagte der Präsident des Deutschen Tennis Bundes, Dr. Georg Freiherr von Waldenfels, bei der Siegerehrung. "Wir werden um dieses Turnier kämpfen." Auch der Turnierdirektor, Charly Steeb, kündigte an: "So ein Turnier muss bleiben." Also auf ein Wiedersehen am Hamburger Rothenbaum.

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