VDI Verein Deutscher Ingenieure

Rekordbedarf an Ingenieuren und Informatikern
VDI befürwortet "Green Card", will arbeitslose Ingenieure aber nicht hinnehmen - Zahlreiche Hilfen

    Düsseldorf (ots) - Der Bedarf an Ingenieuren und Informatikern hat
1999 auch auf hohem Niveau noch zugenommen. Nach einer Analyse von
Stellenanzeigen in 35 regionalen und überregionalen Publikationen im
Auftrag der VDI nachrichten war 1999 wiederum ein Rekordjahr, wie
jetzt auf der Hannover Messe mitgeteilt wurde: Insgesamt wurden
90.035 Positionen ausgeschrieben. Das ist ein weiterer Zuwachs
gegenüber dem Vorjahr um 14%, nachdem die Stellenangebote 1998 sogar
um fast 50% gestiegen waren.
    
    Am meisten gefragt sind Informatiker. Insgesamt wurde 34.048 Mal
ein Informatik-Studium in einer Stellenanzeige gefordert, wobei
jedoch einzelne Positionen in mehreren Anzeigen ausgeschrieben sein
können, da die Bereitschaft zu einem Wechsel im IT-Bereich besonders
groß ist. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Simsheuser, Geschäftsführer der
Hauptgruppe "Der Ingenieur in Beruf und Gesellschaft" im VDI Verein
Deutscher Ingenieure wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass
auch in den Ingenieursdisziplinen Fachleute fehlen: Ein Studium der
Elektrotechnik wurde für 21.994 Positionen gefordert, ein
Maschinenbau-Studium für 18.788 Stellenausschreibungen.
    
    Der VDI hat mehrere Aktivitäten entfaltet, um dem zukünftigen
Bedarf gerecht zu werden. Simsheuser: "Mit unserem Projekt "Jugend
und Technik - Unsere Zukunft" versuchen wir bei Schülerinnen und
Schülern ein Grundverständnis für Technik zu wecken. In Kooperation
mit anderen Verbänden machen wir mit der Think-Ing.-Initiative
Werbung für technische Studiengänge. Mittlerweile können wir eine
Trendwende und steigende Studienanfängerzahlen auch in den
Ingenieurswissenschaften ausmachen. Diese Aktionen werden jedoch erst
in den nächsten 4 bis 5 Jahren die ersten Früchte tragen. Der Bedarf
an qualifizierten Ingenieuren und Informatikern ist jedoch heute
bereits sehr groß und kann durch den aktuellen Arbeitsmarkt nicht
gedeckt werden, weshalb der VDI die Einreise von IT-Fachleuten mit
der s.g. "Green Card" unterstützt und befürwortet. Wir weisen in
diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch in den
Ingenieursdisziplinen Fachleute fehlen."
    
    "Arbeitslose Ingenieure nicht hinnehmbar"
    
    Zu dem Einwand, es gebe aber über 50.000 arbeitslose Ingenieure,
die umgeschult und eingearbeitet werden könnten, stellte Simsheuser
fest, dass dieses Unterfangen nicht einfach sei, da fast 50% der
Arbeitslosen über 55 Jahre alt sind und sich vielfach nicht mit den
neuen Technologien auseinander gesetzt haben.
    
    "Für den VDI sind arbeitslose Ingenieure nicht hinnehmbar. Deshalb
haben wir auch für diese Personen ein Projekt zur "Unterstützung
arbeitsloser Ingenieure" ins leben gerufen, mit dem wir Hilfe zur
Selbsthilfe vermitteln," so Simsheuser weiter. Über die
VDI-Bezirksvereine und in Kooperation mit den lokalen Arbeitsämtern
wurden bisher 16 Informationsveranstaltungen mit Personalberatungen
und Bewerbungsseminaren mit über 2000 Teilnehmern durchgeführt. 60%
der Teilnehmer an lokalen VDI-Initiativen finden eine neue
Anstellung. Der VDI lädt alle Unternehmen ein, seine Initiativen
durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen zu unterstützen.
    
ots Originaltext: VDI
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