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Netzwerk GWÖ-Unternehmen Berlin-Brandenburg (GWU)

Erst Corona, jetzt Ukraine: GWÖ-Bilanz hilft bei der Früherkennung und Einordnung von Risiken

Erst Corona, jetzt Ukraine: GWÖ-Bilanz hilft bei der Früherkennung und Einordnung von Risiken

Ethische Analyse als entscheidende Kompetenz, um in einer Gesellschaft mit multiplen Krisen einen zukunftsfähigen Weg für Unternehmen zu bahnen

Waren es zu Beginn der Corona-Krise, neben den Unterbrechungen in den globalen Logistik-Ketten, hauptsächlich gesundheitliche und individual-rechtliche Herausforderungen, so schärft nun Putins Invasion erneut das Bewusstsein für Risiken in den Geschäftsmodellen. Mit dem klaren Bekenntnis zu Menschenrechten und Solidarität mit der Ukraine schließen viele Unternehmen wie BMW, Daimler und VW ihre Werke in Russland. Shell, Exxon und BP lassen ihre Beteiligungen in russischen Joint Ventures ruhen oder verfallen, französische Luxusmarken ziehen sich aus dem russischen Markt zurück. Die Verluste in Milliardenhöhe sind die Firmen bereit, zu verkraften. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von fossilen Energien eklatant spürbar. Multiple Krisen bedrohen die Wirtschaft in vielen Aspekten.

Hätten die Unternehmen im Vorfeld die Risiken erkennen und minimieren können?

Ethische und ökologische Risiken zu erkennen ist eine Aufgabe der Unternehmensleitung, damit sie sich im Einklang mit den Erkenntnissen der Wissenschaft und der Entwicklung der Zivilgesellschaft bewegen. Aus nicht-finanziellen Themen können schnell manifeste finanzielle Themen werden.

Eine Nachhaltigkeits-Bilanzierung auf Grundlage der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) hilft bei der Früherkennung und Einordnung der Risiken und zeigt Chancen auf, die in der Nachhaltigkeit liegen. Orientiert an demokratischen Werten, die auch im Grundgesetz verankert sind – wie Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitwirkung –, den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) und der Erd-Charter werden für eine GWÖ-Bilanz in 20 Themenfeldern positive und negative Punkte vergeben. Negativ-Punkte zeigen auf, wo aus öko-fairer Sicht die Risiken im Geschäftsmodell stecken.

GWÖ-Bilanz gibt Frühwarnhinweise für ökologische, soziale und Themen der verantwortlichen Unternehmensführung (Governance)

Mithilfe der GWÖ-Bilanz erhält das Unternehmen frühe Warnsignale in ökologischen und sozialen Themen sowie in Bezug auf verantwortliche Unternehmensführung (Governance):

  • So wird im ökologischen Bereich abgefragt, inwieweit das Geschäftsmodell von ökologisch bedenklichen Ressourcen abhängig ist (fossile Energien, erdölbasierte Chemie, ökologische Risiken in der Lieferkette) und ob Gewinne zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks eingesetzt werden.
  • Bei den sozialen Risiken werden überhöhte Einkommensunterschiede, Kooperation mit Mit-Unternehmen zum Nachteil anderer Marktteilnehmer oder das Ausnutzen von Marktmacht gegen über Lieferant*innen betrachtet.
  • In Bezug auf verantwortliche Geschäftsführung stehen mangelnde Prävention von Korruption, unethische Werbung und unangemessen niedrige Steuerzahlungen unter Beobachtung.

Somit fungiert eine GWÖ-Bilanz zugleich als Kompass durch Risiken und als Wünschelrute für die Chancen einer frühzeitigen Transformation in Richtung nachhaltiger Geschäftspraktiken.

Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell auf strukturelle und ethische Risiken durchleuchten wollen, finden weitere Informationen zur GWÖ-Bilanzierung unter: https://web.ecogood.org/de .

Über Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)

Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell, bei dem das Wohl von Mensch und Umwelt zum obersten Ziel des Wirtschaftens wird. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Die Gemeinwohl-Bilanz ist ein Bewertungsverfahren für Unternehmen, mit welchem messbar wird, wie hoch deren Beitrag zum Gemeinwohl ist. Je mehr Unternehmen sich an diesem Prinzip orientieren und ihr unternehmerisches Handeln darauf ausrichten, desto geringer sind die Risiken für die Gesellschaft.

Aktuell umfasst die GWÖ weltweit rund 11.000 Unterstützer*innen, 5.000 Aktive in 200 Regionalgruppen, ca. 1.000 bilanzierte Unternehmen und andere Organisationen, über 60 Gemeinden und Städte sowie 200 Hochschulen weltweit, die die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie verbreiten, umsetzen und weiterentwickeln (Stand 12/2021).

Der GWÖ-Verein Berlin-Brandenburg e.V. sorgt für Vernetzung und Wissensvermittlung der derzeit etwa 70 dort organisierten Unternehmen und Organisationen und etwa 120 Privatpersonen. Interessierte können Gemeinwohl-Bilanzen erstellen und sich damit am gesellschaftlich-wirtschaftlichen Wandel beteiligen. https://web.ecogood.org/de/berlin-brandenburg

Im Netzwerk Gemeinwohl-Ökonomie Unternehmen Berlin-Brandenburg e.V. sind 19 dieser Unternehmen organisiert, um als Leuchttürme die Ideen der GWÖ umzusetzen und die Sichtbarkeit zu erhöhen. https://gwu.network

Kontakt

Gerd Hofielen
Geschäftsführer Netzwerk GWÖ Unternehmen B-BB
Mobil: +491782368814
Mail:  gerd.hofielen@bb.gwu.network
Website:  https://gwu.network
Weitere Presse-Informationen, Interview-Anfragen, Fotos:
Carola Battistini-Goldmund
Goldmund Kommunikation
Telefon: (030) 25 29 75 15
Mobil: +49-171-684 36 23
E-Mail:  presse@goldmund-kommunikation.de 
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