HP Deutschland GmbH

HP-Tests: vernetzte Haussicherheit 100% unsicher

Böblingen (ots) - Security-Tests mit HP Fortify OnDemand zeigen, dass internetfähige Alarm- und Überwachungsanlagen für Privathaushalte signifikante Sicherheitslücken haben

Die Besitzer von internetfähigen Alarm- und Überwachungsanlagen für Privathaushalte sind womöglich nicht die einzigen, die damit ihre Häuser beobachten - das legen die Ergebnisse einer Teststudie nahe, die HP heute veröffentlicht hat. Laut des Studienergebnisses weisen alle untersuchten Geräte beträchtliche Schwachstellen bei Passwortsicherheit, Verschlüsselung und Authentifizierung auf.

Überwachungssysteme für zuhause, wie Videokameras, Bewegungsmelder und Alarmanlagen werden immer beliebter durch eine leichtere Bedienbarkeit und den wachsenden Markt des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT). Für das Jahr 2015 prognostiziert Gartner den Einsatz von 4,9 Milliarden vernetzten Geräten. Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl auf 25 Milliarden erhöhen. (1) Die HP-Studie belegt, dass die Entwicklung der Sicherheitsaspekte nicht mit dem hohen IoT-Wachstum mithalten kann.

Das Sicherheitssystem wird zum Sicherheitsrisiko

Hersteller bringen vermehrt vernetzte Haus-Sicherheitssysteme mit Fernüberwachungsfunktionen auf den Markt. Durch die Netzwerk-Verbindung und den Fernzugriff entstehen allerdings neue Sicherheitsrisiken. Diese gibt es bei älteren Geräten ohne Internetverbindung nicht.

Mit HP Fortify on Demand hat HP zehn Produkte aus dem Bereich Haussicherheit und Alarmanlagen einschließlich der entsprechenden Cloud- und Mobile-Anwendungskomponenten getestet. Das Ergebnis ist, dass keines der Systeme ein sicheres Passwort verlangt oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung erfordert.

Laut HP-Studie zählen die folgenden vier Aspekte zu den häufigsten Sicherheitsproblemen, die sich einfach beheben lassen:

   - Unzureichende Autorisierung: Keines der Systeme mit 
     Cloud-basierten Web-Schnittstellen und mobilen Schnittstellen 
     verlangte ein langes oder komplexes Passwort. Die meisten 
     erforderten lediglich ein alphanumerisches Passwort mit einer 
     Länge von sechs Zeichen. Bei keinem System wurde der Account 
     nach einer bestimmten Anzahl von fehlgeschlagenen 
     Log-in-Versuchen automatisch gesperrt.
   - Unsichere Internet-Schnittstellen: Alle Cloud-basierten 
     Schnittstellen im Test hatten Sicherheitslücken. Sie bieten 
     Hackern eine Angriffsfläche durch drei typische Fehler - mehrere
     Benutzerkonten, schwache Passworteinstellungen und einen 
     fehlenden Log-out. Fünf von zehn der getesteten Systeme wiesen 
     vergleichbare Probleme bei ihren mobilen Anwendungen auf.
   - Ungenügender Datenschutz: Alle getesteten Systeme sammeln 
     persönlichen Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, 
     Telefonnummer und sogar Kreditkartennummern. Zusätzlich zeichnen
     viele Heimsicherheitsanlagen Videodaten auf, die über mobile 
     Applikationen oder die Cloud zugänglich sind. Die privaten 
     Accounts sind für Cyber-Kriminelle leicht zugänglich.
   - Mangelnde Verschlüsselung beim Transport der Daten: Während in 
     den Systemen bereits eine SSL- oder TLS-Verschlüsselung 
     vorhanden ist, verbleiben Sicherlücken beim Transport der Daten 
     über die Cloud. Dies ermöglicht Cyber-Kriminellen beispielsweise
     Angriffe wie sogenannte "POODLE Attacks". 

Die Hersteller von vernetzten Haussicherheits-Systemen sind demnach aufgefordert, dringend benötigte Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln und Sicherheitslösungen zur Verfügung zu stellen. Zeitgleich liegt es aber auch in der Verantwortung der Verbraucher, ein Überwachungssystem auszusuchen, das die höchstmögliche Sicherheit bietet und dieses richtig zu installieren. Dazu zählt die Implementierung eines sicheren Heimnetzwerks, bevor intelligente IT-Geräte hinzugefügt werden. Auch die Einführung komplexer Passwörter, die Möglichkeit der Konto-Sperrung sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind Maßnahmen, die den Verbraucher und seine Daten im Umgang mit dem Internet der Dinge und beim Anwenden IoT-Produkten schützen.

Methode

Die Studie wurde von HP Fortify mit Hilfe der Security-Testing-Lösung HP Fortify on Demand durchgeführt. Innerhalb der Studie wurden die zehn am häufigsten verwendeten digitalen Produkte für Heimsicherheitsanlagen auf ihre Schwachstellen getestet. Hierbei wurden manuelle Tests mit automatisch durchgeführten Tests kombiniert. Die Geräte und ihrer Komponenten wurden auf der Grundlage der OWASP Internet of Things Top 10 geprüft und auf die üblichen Schwachstellen jeder einzelnen TOP-10-Kategorie getestet. Die resultierenden Daten und Prozentangaben in diesem Bericht wurden aus den Tests der zehn getesteten Systeme erstellt.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie hier http://ots.de/rLXAz

Ausführliche Informationen finden Sie in der HP Internet of Things Research Study von 2014 unter http://ots.de/SwHwF

Das HP Security Briefing, Folge 20: Das Internet der Dinge: Eine Übersicht über die Sicherheit untersucht, wie das Aufkommen von Millionen angeschlossenen Geräten sich auf die Netzwerksicherheit auswirkt. Den Artikel, finden Sie unter http://ots.de/LDH8t

Bildmaterial steht Ihnen hier zur Verfügung https://www.flickr.com/photos/hpdeutschland/sets/72157648411612104/

Aktuelle Nachrichten finden Sie auf dem IT-Blog von HP http://bit.ly/1xHf2O1

Fußnote

(1) Gartner, "Forecast: The Internet of Things, Worldwide, 2013," November 2013.

Über HP 
HP schafft neue Möglichkeiten für einen sinnvollen Einfluss von 
Technologie auf Menschen, Unternehmen, Regierungen und die 
Gesellschaft. Mit einem äußerst breiten Technologieangebot, das 
Drucklösungen, PCs, Software, Dienstleistungen und 
IT-Infrastrukturlösungen umfasst, bietet das Unternehmen seinen 
Kunden in allen Regionen der Welt Lösungen bei komplexesten 
Herausforderungen. 

Weitere Informationen zum Unternehmen (NYSE, Nasdaq: HPQ) und zu den 
Produkten finden Sie unter www.hp.com/de. 

Pressekontakt:

Janina Rogge
HP-Presseservice
F&H Public Relations GmbH
Tel.: 089 12175-151
E-Mail: hp@fundh.de
www.fundh.de

Original-Content von: HP Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: HP Deutschland GmbH

Das könnte Sie auch interessieren: