HSBC Deutschland

Gutes Ergebnis nach drei Quartalen: Wachstumsinitiative läuft planmäßig

Düsseldorf (ots) -

   - Jahresüberschuss vor Steuern nach neun Monaten leicht rückläufig
     bei 152,5 Mio. Euro (2013: 163,5 Mio. Euro)
   - Operative Erträge auf 515,4 Mio. Euro gestiegen (bereinigt 2013:
     507,3 Mio. Euro)
   - Zinsüberschuss verbessert sich auf 130,4 Mio. Euro (2013: 124,3 
     Mio. Euro)
   - Provisionsüberschuss geht auf 287,7 Mio. Euro zurück (2013: 
     308,7 Mio. Euro) 

Die Umsetzung der Mitte 2013 beschlossenen Wachstumsinitiative der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("die Bank") geht planmäßig voran: Das Kreditportfolio mit international agierenden Unternehmen des gehobenen Mittelstands konnte weiter ausgebaut werden. Durch den deutlichen Aufbau der Mitarbeiterzahlen, die Erweiterung des Produktangebots und eine Vielzahl von IT-Projekten haben sich wie erwartet die Vorlaufkosten entsprechend erhöht.

Der Vorstand der Bank hat am 23. September 2014 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft beschlossen, die im Oktober erfolgreich durchgeführt wurde. Das Grundkapital wurde um rund 16 Mio. Euro und das Eigenkapital insgesamt um rund 380 Mio. Euro erhöht. Beide großen Gesellschafter haben ihr Bezugsrecht wahrgenommen; der Anteil der HSBC beträgt jetzt 80,7 % (nach 80,6 %), der der LBBW bleibt unverändert bei 18,7 %. Der Emissionserlös dient vor allem dem beschleunigten Ausbau der Geschäfte und deren adäquate Kapitalunterlegung im Rahmen der Wachstumsinitiative.

In einem weiter herausfordernden Marktumfeld - geprägt von den geopolitischen Krisen, der nachlassenden Zuversicht in weiteres Wirtschaftswachstum und der extremen Niedrigzinspolitik der EZB - erreichte die Bank ein um 6,7 % leicht reduziertes Vorsteuerergebnis von 152,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 163,5 Mio. Euro) und liegt damit im Rahmen ihrer Planung. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 102,2 Mio. Euro (Vergleichsperiode: 117,7 Mio. Euro). Bereinigt um den Rückzug aus Luxemburg sind die operativen Erträge um 1,6 % auf 515,4 Mio. Euro (bereinigt 2013: 507,3 Mio. Euro) gestiegen. Insbesondere die deutliche Erlössteigerung im Firmenkundengeschäft zeigt die ersten Erfolge der Wachstumsinitiative. Dagegen blieben die Segmente Global Banking & Markets und Asset Management aufgrund der Marktsituation sowie Global Private Banking wegen des Rückzugs aus Luxemburg unter ihren Vorjahresergebnissen.

Die Eigenkapitalquote beträgt nach drei Quartalen 10,6 % gegenüber 14,7 % zum Vorjahresende, das harte Kernkapital beträgt 7,8 % (Vorjahr: 11,7 %). Die Umsetzung der CRD IV-Vorschriften ab 1.01.2014 sowie insbesondere das gestiegene Geschäftsvolumen aufgrund der Wachstumsinitiative sind der Grund für die Verringerung. Die Bank erfüllt weiterhin alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Kapital und hat durch seine hervorragende Liquidität und die soeben abgeschlossene Kapitalerhöhung auch ausreichend Spielraum für die weitere Geschäftsexpansion. Unverändert verfügt die Bank als deutsche Einheit der HSBC-Gruppe mit "AA- (Stable)" über das beste Fitch-Rating unter den privaten Geschäftsbanken in Deutschland.

Ausblick

Für 2014 wird trotz des Rückzugs aus Luxemburg weiterhin ein leichter Anstieg der Erlöse erwartet. Die Bank hält unverändert daran fest, dass trotz des Transformations- und Investitionsprozesses der Rückgang des Vorsteuerergebnisses auf einen einstelligen Prozentsatz begrenzt werden kann. Der planmäßig langanhaltende Anstieg der Verwaltungsaufwendungen wird zunächst einmal mit einer höheren Aufwand-Ertrag-Relation einhergehen. Der Risikovorsorgebedarf dürfte künftig höher ausfallen, zumal das Kreditwachstum mit höheren Portfoliowertberichtigungen einhergeht.

Die Ergebnisse im Einzelnen

Der Zinsüberschuss ist um 6,1 Mio. Euro von 124,3 Mio. Euro in der Vergleichsperiode auf 130,4 Mio. Euro gestiegen. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem verbesserten Zinsüberschuss im Kundenkreditgeschäft, demgegenüber waren die Zinserträge aus Finanzanlagen marktbedingt weiter rückläufig.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft beträgt 3,4 Mio. Euro nach 5,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Erforderlich waren Zuführungen von 4,1 Mio. Euro bei den Portfoliowertberichtigungen. Die Bank hält weiterhin an der konservativen Ausrichtung bei der Gewährung von Krediten und der Beurteilung von Ausfallrisiken fest.

Das Provisionsergebnis ging um 21,0 Mio. Euro auf 287,7 Mio. Euro (2013: 308,7 Mio. Euro) zurück. Das Ergebnis wird belastet durch den Rückzug aus Luxemburg sowie das niedrige Transaktionsniveau im Fixed Income Geschäft. Erfreulich hat sich dagegen der Provisionsüberschuss aus dem Kreditgeschäft entwickelt.

Das Handelsergebnis hat sich leicht um 4,0 Mio. Euro auf 82,3 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 78,3 Mio. Euro). Insbesondere das Ergebnis aus dem Handel mit Aktien und Aktien-/Indexderivaten hat sich wieder verbessert.

Beim Verwaltungsaufwand ist ein Rückgang um 1,5 Mio. Euro von 381,0 Mio. Euro auf 379,5 Mio. Euro zu verzeichnen. Die Verwaltungsaufwendungen sind durch die Wachstumsinitiative vor allem durch den erhöhten Personalaufwand insgesamt steigend, allerdings sind sie nicht höher als die im Vergleich zum Vorjahr entstandenen hohen Kosten durch den Rückzug aus Luxemburg. Die Aufwand-Ertrag-Relation beträgt in den ersten neun Monaten 70,9 % (Vergleichsperiode: 69,3 %).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen hat von 13,1 Mio. Euro auf 20,6 Mio. Euro zugenommen und resultiert im Wesentlichen aus den realisierten Gewinnen bei der Veräußerung von Finanzanlagen.

Die Bilanzsumme der Bank ist im Vergleich zum Jahresende 2013 um 4,2 Mrd. Euro auf 24,0 Mrd. Euro gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 13,7 Mrd. Euro (Vorjahresende: 12,2 Mrd. Euro) stellen nach wie vor die bedeutendste Refinanzierungsquelle dar - und sind nicht zuletzt eine klare Wertschätzung der Kunden in die solide Geschäftspolitik und hohe Bonität der Bank.

Pressekontakt:

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Steffen Pörner
Telefon +49 211 910-1664
steffen.poerner@hsbc.de

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