HSBC Deutschland

Unternehmen erwarten weiteren Anstieg des internationalen Handels
Studie HSBC Trade Confidence Index: Wichtiges Stimmungsbarometer für die globale Wirtschaftsentwicklung

Düsseldorf (ots) - Optimistisch beurteilen Unternehmen die Entwicklung des weltweiten Handels, so das Ergebnis der internationalen Studie HSBC Trade Confidence Index der weltweiten Bankengruppe. Der Trend eines zunehmend positiven Ausblicks setzt sich auch in der vierten Umfrage der regelmäßig durchgeführten Studie fort. Mehr als die Hälfte der befragten deutschen handelsorientierten Unternehmen rechnet im nächsten halben Jahr mit einem Wachstum des Handelsvolumens, jedes dritte glaubt zumindest, dass das aktuelle Niveau gehalten werden kann. Insbesondere dem Handel mit Ländern aus Mittel- und Osteuropa sowie Greater China wird weiteres Potenzial zugeschrieben.

Im HSBC Trade Confidence Index sind Daten aus insgesamt 17 Ländern berücksichtigt - darunter die wichtigsten Volkswirtschaften im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten, in Lateinamerika, den USA, Kanada und Europa. In der größten Studie ihrer Art wurden im Zeitraum vom 19. Juli bis 1. September 5.120 handelsorientierte kleine und mittelständische Unternehmen befragt, wie sie den Ausblick auf die nächsten sechs Monate in folgenden Bereichen beurteilen: Handelsvolumen, Risiken für Käufer und Verkäufer, Bedarf an Handelsfinanzierungen, Zugang zu Handelsfinanzierung und die Auswirkungen der Devisenkurse und regulatorischen Rahmenbedingungen auf ihre Unternehmen.

Aufgrund des vielfach erwarteten Anstiegs des Handelsvolumens rechnet fast jedes dritte deutsche Unternehmen auch mit einem Anstieg des Finanzierungsbedarfs in diesem Bereich. In der öffentlichen Diskussion geäußerte Befürchtungen von Finanzierungsengpässen werden durch die Daten des Index indes nicht bestätigt. 70 % aller deutschen Unternehmen erwarten einen gleichbleibend guten Zugang zu Handelsfinanzierungen, jedes vierte sogar einen künftig besseren. Als Quellen für die Finanzierung ihres internationalen Geschäfts nennen die Unternehmen am häufigsten die "eigene Bank" sowie die "eigene Liquidität".

Neben der insgesamt positiven Stimmung sind immer mehr deutsche Unternehmen der Auffassung, dass das Ausfallrisiko auf Seiten ihrer internationalen Handelspartner, insbesondere ihrer Käufer, nachlassen wird. Trotz dieses Trends wollen die deutschen Unternehmen verstärkt auf Exportkreditversicherungen zurückgreifen, um das Zahlungsausfallrisiko zu minimieren.

Als größtes Hindernis für das internationale Handelsgeschäft wird auch in dieser Umfrage das Thema "Wechselkursrisiko" genannt. Nahezu jedes dritte Unternehmen rechnet mit einem negativen Einfluss der Wechselkurse auf seine internationalen Handelsaktivitäten. Auch global wurde das "Wechselkursrisiko" von fast allen befragten Unternehmen als größtes Hindernis im internationalen Handelsgeschäft genannt.

Im Gegensatz zu den Ergebnissen der letzten Umfrage ist der Ausblick der deutschen Unternehmen auf das internationale Handelsgeschäft und die globale Wirtschaft positiver als der der weltweite Durchschnitt. Auf globaler Ebene hat der Optimismus bezüglich der Entwicklung des Welthandels gegenüber der letzten Erhebung - und erstmalig seit Beginn der Studie Anfang 2009 - leicht abgenommen. Dennoch sind der Bedarf an und der Zugang zu Handelsfinanzierungen konstant geblieben.

Besonders positiv gestimmt sind laut der Umfrage die Länder in den Emerging Markets in Asien, vorneweg Unternehmen aus China, Indien und Vietnam. Sie blicken zuversichtlich auf die allgemeine Handelsaktivität in den kommenden sechs Monaten. Die sich entwickelnden Länder in Asien werden zudem als die Märkte mit dem höchsten Wachstumspotenzial bezeichnet.

"Der wachsende Handel und die Zuversicht der Unternehmen tragen entscheidend zu der Erholung der Weltwirtschaft bei. Der Trade Confidence Index ist deshalb ein wichtiges Instrument, um die künftige Entwicklung abzuschätzen", so Wulf Linzenich, Leiter des Geschäftsbereichs Ausland bei HSBC Trinkaus. "Die Emerging Markets spielen eine immer bedeutendere Rolle und sind bereits jetzt eine tragende Stütze für den weltweiten Handel. Industrienationen wie Deutschland, die Geschäftsbeziehungen zu den Emerging Markets unterhalten, können davon natürlich profitieren." So zeigt ein Ergebnis der Studie, dass diese Märkte für Exporteure immer attraktiver werden und Unternehmen mit Handelspartnern in diesen Ländern im Schnitt optimistischer sind als solche mit anderen Handelspartnern. "Die rasante Entwicklung des internationalen Handels erfordert angepasste Finanzierungsmöglichkeiten. Nur wenige Finanzdienstleister sind dabei gut aufgestellt, um international agierenden Unternehmen umfassend zur Seite zu stehen", so Linzenich.

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