EnBW Energie Baden Württemberg AG

Das Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000
Umfassende Darstellung der aktuellen Entwicklung in Deutschland
(Langfassung)
Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg

Stuttgart (ots) - Die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg (SEF) hat am Montag in Stuttgart erstmals ein "Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000" vorgestellt. Der rund 300 Seiten starke Band beschreibt umfassend den Stand und die aktuellen Entwicklungen der erneuerbaren Energie in Deutschland sowie deren wissenschaftliches, wirtschaftliches, politisches und rechtliches Umfeld. Das von der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg herausgegebene Jahrbuch soll künftig regelmäßig erscheinen. Zielgruppen sind die am Thema Energie interessierte Öffentlichkeit, Unternehmen, politische Entscheidungsträger, Verbände und Wissenschaftler. Dazu der Autor, Dr. Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg: "Mit der wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien steigt auch der Informationsbedarf in der Öffentlichkeit, auf den wir mit dem Jahrbuch reagieren." Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse, Wasserkraft, Erd- und Umgebungswärme sind im Aufwind. Der Staat hat in diesem und dem vergangenen Jahr eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung dieser Energiequellen voranzutreiben. Beispiele sind das "Erneuerbare Energien"-Gesetz, das "Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien" und das "100.000 Dächer Solarstrom"-Programm - das weltweit größte Förderprogramm für Photovoltaikanlagen. Damit können alle, die erneuerbare Energien nutzen wollen, von verbesserten Förderbedingungen profitieren, während sich für Handwerk und Unternehmen attraktive Absatzmöglichkeiten eröffnen. Schwerpunkte der jetzt erschienenen Ausgabe 2000 des Jahrbuchs sind: * Entwicklung der Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland * Finanzielle Förderung * Energiepolitik * Perspektiven bis zum Jahr 2010 Das Jahrbuch gibt einen fundierten Überblick über die Nutzung erneuerbarer Energien seit Beginn der 90er Jahre und kommentiert die aktuellen Rahmenbedingungen. Mit Blick auf die Zukunft wird dargelegt, was in den nächsten zehn Jahren noch getan werden müsste, um das politisch diskutierte "Verdopplungsziel" zu erreichen. Zu einem nützlichen Nachschlagewerk wird das Jahrbuch durch seinen umfangreichen tabellarischen Teil: Neben Daten zur zeitlichen Entwicklung der Energiebereitstellung aus Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Sonnenenergie, Erd- und Umgebungswärme finden sich hier Angaben zu Kosten, Investitionsvolumina, Arbeitsplätzen und vielem mehr. Eine sachlich ausgewogene und aktuelle Darstellung wurde durch die Kooperation mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Verbänden sowie dem BINE Informationsdienst des Fachinformationszentrums Karlsruhe erreicht. Herausgeber des Jahrbuches Erneuerbare Energien ist die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg. Das Buch ist für 38,80 DM im Buchhandel oder direkt über den Bieberstein-Verlag, Reichsstraße 19, 01445 Radebeul, Tel.: 0351 - 83 60 120, Fax: - 122 erhältlich. Nähere Informationen und eine online-Bestellmöglichkeit finden sich im Internet unter www.jahrbuch-erneuerbare-energien.de. Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000, 320 Seiten / Dr. Frithjof Staiß. Hrsg. Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg. Radebeul: Bieberstein, 2000. ISBN 3-927656-11-9 Die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg (SEF) Erläuterungen von Dr. Martin Müller, Technischer Vorstand der SEF Die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg (SEF) besteht seit dem Jahr 1989. Gegründet und zunächst auch finanziert wurde sie vom Land Baden-Württemberg und den damaligen vier großen Energieversorgungsunternehmen in Baden Württemberg, Badenwerk AG, Energie-Versorgung Schwaben AG, Neckarwerke AG, Technische Werke der Stadt Stuttgart AG. Das Land Baden-Württemberg hat sich 1998 mit seinem Finanzierungsanteil aus der Stiftung zurückgezogen. Von den vier ursprünglichen Gründungsunternehmen sind nach den bekannten Unternehmenszusammenschlüssen noch zwei - die Energie Baden-Württemberg AG und die Neckarwerke Stuttgart AG - verblieben. Die Stiftung Energieforschung verfügt über einen von diesen beiden Unternehmen verantworteten Kapitalstock in Höhe von 50 Mio. DM. Aus den Erträgen des derzeitigen Stiftungskapitals von 50 Mio. DM werden Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben aus den Bereichen der erneuerbaren Energien, der rationellen Energienutzung sowie der Energiewirtschaft gefördert. Anwendungsnahe Projekte und Projekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien haben dabei Vorrang. Bis heute hat die Stiftung Energieforschung 51,8 Mio. DM Fördermittel bewilligt und damit 76 Einzelprojekte gefördert. * Energiewirtschaft 10 Projekte 9,2 Mio. DM. * Rationelle Energie- nutzung 30 Projekte 20,7 Mio. DM (z.B. Kraftwerkstechnik, Traktionsbatterien, Brennstoffzellen) * Nutzung erneuerbarer Energien 36 Projekte 21,9 Mio. DM (z.B. Photovoltaik, Solarthermie, Wasserkraft, Biomasse und -gas) Bereits diese wenigen Zahlen und Fakten vermitteln einen Eindruck von der außerordentlichen Komplexität der Themen "Energiewirtschaft, erneuerbare Energien und rationelle Energienutzung". Beispielhaft - als eines der herausragenden Projekte - möchte ich dabei die von der Stiftung Energieforschung geförderte Entwicklung von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen erwähnen. Auf Basis des Verbindungshalbleiters Kupfer-Indium-Diselenid (CuInSe2, kurz "CIS") wurde an der Universität Stuttgart eine erfolgreiche Grundlagenforschung betrieben, die schließlich zum Nachweis der Funktion einer Photovoltaikzelle im Labormaßstab von 1x1 cm2 geführt hat. Vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung (ZSW) wurde diese Entwicklung dann 1990 aufgegriffen und mit Unterstützung der Stiftung Energieforschung die produzierbaren Abmessungen der Module auf 30x30 cm2 und der Wirkungsgrad bis auf einen Spitzenwert von 12,7 % gesteigert. Die Stiftung Energieforschung hat diese Arbeiten mit einem Beitrag von ca. 5,2 Mio. DM ermöglicht. Heute wird in Marbach von der Firma Würth Solar mit der Herstellung von kommerziell verkaufbaren Modulen auf Basis der CIS-Technologie begonnen. Die Stiftung Energieforschung unterstützt in dieser Phase die Weiterentwicklung der Module bis zur Fertigungsreife mit ca. 4,3 Mio. DM. Sie hat damit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass ein energie- und ressourcenschonendes Herstellungsverfahren für Photovoltaikmodule in Baden-Württemberg etabliert werden konnte, das zudem das Potential hat, bei entsprechender Serienfertigung die Herstellungskosten heutiger Photovoltaikmodule deutlich zu unterbieten. Für das "Jahrbuch Erneuerbare Energien" ist die Stiftung Energieforschung in der Rolle des Herausgebers. Entstanden ist es, weil wiederholt Bedarf an einem Werk erkannt wurde, das die Entwicklung erneuerbarer Energien kontinuierlich dokumentiert und kommentiert. Eine solche zusammenfassende Darstellung ist im deutschen Sprachraum bisher nicht vorhanden. Es ist getragen von der Überzeugung, dass erneuerbare Energien für die Energieversorgung in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen müssen und auch spielen werden. Mit dem "Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000" wird der Versuch unternommen, das äußerst vielschichtige Spektrum erneuerbarer Energien gesamthaft darzustellen. Dabei wird jeweils auch auf die Entwicklung der letzten Jahre eingegangen. Aufgrund der Förderung durch die Stiftung Energieforschung hat das Werk den Anspruch, politisch neutral zu sein. Es standen also nicht einzelne Interessen der Energiewirtschaft, politischer Parteien oder anderer gesellschaftlicher Gruppierungen im Vordergrund. Trotzdem ist das "Jahrbuch Erneuerbare Energien 2000" nicht unpolitisch, weil eben die erneuerbaren Energien, wie alle anderen Energietechniken auch, maßgeblich von politischen Interessen beeinflusst werden. Deshalb ist es nicht nur unvermeidbar, sondern gerade in diesem Umfeld notwendig, die entsprechenden politischen und gesetzgeberischen Vorgänge zu beschreiben und sie in ihren Auswirkungen zu kommentieren. Die Stiftung Energieforschung möchte mit der Herausgabe dieses Jahrbuches einen kontinuierlichen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Das Jahrbuch stellt nicht die Ansichten einer Einzelperson oder Interessengemeinschaft dar, sondern wurde durch die Begleitung eines Expertenkreises auf eine breite, unabhängige Basis gestellt. In Zukunft könnte über den nationalen Rahmen hinaus der Betrachtungsumfang des Jahrbuches durchaus auch auf europäische oder weltweite Aspekte gelenkt werden. In diesem Sinn wird sich die Stiftung Energieforschung auch weiterhin um eine kompetente und sachliche Darstellung der Zusammenhänge bei der Nutzung erneuerbarer Energien bemühen. ots Originaltext: EnBW Energie Baden-Württemberg AG Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Energie Baden-Württemberg AG Unternehmenskommunikation Durlacher Allee 93 76131 Karlsruhe Telefon: (07 21) 63-1 43 20 Telefax: (07 21) 63-1 26 72 Original-Content von: EnBW Energie Baden Württemberg AG, übermittelt durch news aktuell

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