EnBW Energie Baden Württemberg AG

EnBW Regional AG ordnet ihr Netzgebiet neu
Wettbewerbsfähige Strukturen mit Synergien

    Stuttgart (ots) - Gut ein Jahr nach ihrer Gründung unterzieht sich
die EnBW Regional AG einer umfassenden Neuorganisation, um ihre
Marktstellung als wichtigster Netzbetreiber Baden-Württembergs
behaupten und weiter ausbauen zu können. Zu diesem Zweck sollen bis
Mitte 2001 die dezentralen Strukturen der Stuttgarter EnBW Tochter
verdichtet und Synergien genutzt werden, die sich unter anderem aus
der Partnerschaft mit der Neckarwerke Stuttgart AG ergeben. So können
landesweit 360 von derzeit rund 2.600 Stellen abgebaut und jährlich
bis zu 60 Millionen Mark eingespart werden. Umgesetzt wird dieses
Konzept für die Mitarbeiter sozial verträglich und ohne
betriebsbedingte Kündigungen.      
    
    "Um wettbewerbsfähig zu bleiben und unseren Kunden bei
gleichbleibender Qualität möglichst günstige Netznutzungsgebühren
bieten zu können, müssen wir uns in einem sich rasant verändernden
Marktumfeld noch effizienter und flexibler aufstellen", betonte der
scheidende Vorstandsvorsitzende der EnBW Regional AG, Dr. Hartmut
Bilger. Dies gelinge durch die jetzt vom Vorstand beschlossene Reform
- und zwar ohne Abstriche an dem bisher hohen Standard des
Netzservices und der Versorgungssicherheit im EnBW Kerngebiet
Baden-Württemberg. Durch die verdichtete Verwaltungsstruktur wird der
Aktionsradius der einzelnen Organisationseinheiten größer, ihre
operative Schlagkraft wird aber wesentlich durch die neu
eingerichteten Logistikzentren und die Bezirkszentren, die den
Netzkundenservice vor Ort wahrnehmen, bestimmt. Der Einsatz moderner
Kommunikationstechnologien, eine entsprechende Ausstattung und
weitere organisatorische Maßnahmen setzt die Bezirkszentren in den
Stand, in ihrem Zuständigkeitsbereich selbständig zu agieren und jede
mögliche Störstelle im Netz ähnlich schnell wie bisher, nämlich in
maximal einer Stunde, erreichen zu können.
    
    Bisher war das Netzgebiet der EnBW Regional AG  landesweit auf
neun Regionalzentren aufgeteilt. Nach der jetzt beschlossenen
Gebietsreform werden es zunächst noch sechs Regionalzentren sein. Um
mögliche Synergieeffekte konsequent zu nutzen, werden zwei von ihnen
im Auftrag der EnBW Regional AG von anderen Konzernunternehmen
geleitet:
    
    - Im Herzen Baden-Württembergs nimmt die Partnerschaft zwischen
der EnBW Regional AG und der Neckarwerke Stuttgart (NWS) AG konkret
Gestalt an. Große Teile der bisherigen EnBW Regionalzentren
Freudenstadt und Herrenberg sind schon Gas-Konzessionsgebiete der
NWS. Diese Gebiete bilden mit dem Versorgungsgebiet des NWS
Regionalcenters Ludwigsburg ein neues gemeinsames Regionalzentrum
West mit über 430.000 Kunden. Sitz des Regionalzentrums wird
Ludwigsburg, Herrenberg bleibt als Logistikzentrum ein wichtiger EnBW
Standort, Freudenstadt als Betriebs-Stützpunkt. Die Federführung
übernimmt die NWS, ohne daß sich die Zugehörigkeit des Personals und
der Netzkunden im Gebiet der EnBW Regional AG verändern würde. Auch
das Netz selbst bleibt im EnBW Eigentum.
    
    - Im Nordosten des Landes übernimmt - vorbehaltlich einer
möglichen Neuordnung im Bereich der Heilbronner ZEAG - die ODR (EnBW
Ostwürttemberg DonauRies AG)  mit Sitz in Ellwangen, eine
unmittelbare Tochter der EnBW Regional AG, die Betriebsführung des
neu zugeschnittenen Regionalzentrums Hohenlohe-Taubertal, in dem
Öhringen als Logistikzentrum und Tauberbischofsheim als
Betriebs-Stützpunkt weitergeführt wird. Dadurch entsteht eine
leistungsfähige Organisationseinheit mit insgesamt 410.000 Kunden.
Auch hier ändert sich lediglich die Betriebsführung, nicht aber im
EnBW Gebiet die Unternehmenszugehörigkeit der Mitarbeiter, die
Kundenverhältnisse oder das Netzeigentum.
    
    Unmittelbar von der EnBW Regional AG geführt werden in Zukunft die
drei ebenfalls vergrößerten Regionalzentren mit 250.000 bis 531.000
Kunden:
    - Nordbaden: Sitz Ettlingen, Logistikzentrum Wiesloch
    - Schwarzwald-Baar: Sitz Tuttlingen einschließlich Logistikzentrum
    - Oberschwaben: Sitz Biberach, Logistikzentrum Ravensburg
    Vorerst unverändert bleibt das Regionalzentrum Rheinhausen.
    
    Um Servicequalität, Kundennähe, Reaktionsschnelligkeit und
Versorgungssicherheit im Netzgebiet unverändert gewährleisten zu
können, ist weiterhin eine dezentrale Organisationsstruktur und eine
kompetente Präsenz in der Fläche erforderlich. Dem kommt entgegen,
daß in den neu zugeschnittenen Regionalzentren in der Regel neben
einem technisch-administrativen Sitz ein sog. Logistikzentrum
eingerichtet wird. Dort - an den Standorten früherer Regionalzentren
- werden in der Regel Aufgaben der Lagerhaltung, des Transports, der
Ausbildung  sowie der Netzführung und -instandhaltung konzentriert.
So entstehen Strukturen, die nicht nur effizient und sachgerecht,
sondern auch wettbewerbsfähig und langfristig belastbar sind.            
    
    
ots Originaltext: Energie Baden-Württemberg AG
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