EnBW Energie Baden Württemberg AG

Orkan "Lothar" und die Folgen
Über 20 Millionen Mark Schaden am EnBW Stromnetz in Baden-Württemberg

    Stuttgart (ots) -

    Knapp eine halbe Million Kunden betroffen - 1.260 Mann im Einsatz
    
    Der Orkan "Lothar" hat am Stromnetz der EnBW Energie
Baden-Württemberg AG Schäden in Höhe von weit über 20 Millionen Mark
verursacht. Dies geht aus einer vorläufigen Bilanz hervor, die der
Netzbetreiber, die EnBW Regional AG, jetzt aufgrund erster
Schätzungen gezogen hat. Betroffen waren von sturmbedingten
Stromausfällen am zweiten Weihnachtsfeiertag zeitweise bis zu einer
halben Million EnBW Kunden in Baden-Württemberg.
    
    Die meisten Schäden richtete "Lothar" an Freileitungen im
sogenannten Mittel- und Niederspannungsbereich (20 kV, 0,4 kV) an,
also im regionalen Verteilernetz und innerhalb der Ortsnetze.
Insgesamt kam es hier im Netzbereich der EnBW Regional AG zu über
7.500 Leitungsschäden. Masten knickten um, Leiterseile rissen oder
wurden von umstürzenden Bäumen zu Boden gedrückt, unzählige
Dachständer an Gebäuden beschädigt, vielfach kam es auch zu
Kurzschlüssen durch zusammenschlagende Leitungen. Darüber hinaus
wurden in Umspannanlagen und Schaltwerken zehn Schadensfälle
registriert, in Ortsnetzstationen rund 70.
    
    Aufgrund dieser Sturmschäden wurden zahlreiche Gemeinden, kleinere
Teilorte, ganze Straßenzüge und zahlreiche Aussiedlerhöfe von der
Stromversorgung abgeschnitten. Betroffen waren unmittelbar nach dem
Sturm, der am 26. Dezember 1999 ab etwa 10.00 Uhr von West nach Ost
über das Land fegte, knapp eine halbe Million Kunden. Die
Reparaturarbeiten am Netz wurden unverzüglich eingeleitet und unter
Einsatz aller Personalreserven - unter zum Teil schwierigsten äußeren
Bedingungen energisch vorangetrieben. Das Ergebnis: Bereits am Abend
des 26. Dezember 1999, nach acht Stunden, waren noch rund 110.000
Kunden ohne Strom, nach 24 Stunden nur noch 30.000. Allerdings
blieben in der Folgezeit trotz der Anstrengungen der Reparaturtrupps
in den Höhenlagen des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb, wo
unzugängliches Gelände, unpassierbare Straßen und weiterhin drohender
Sturm- und Schneebruch die Arbeiten behinderten, vereinzelt
Versorgungsunterbrechungen noch tagelang bestehen. In diesen Fällen
kamen, etwa in landwirtschaftlichen Betrieben, zur Aufrechterhaltung
lebensnotwendiger Funktionen Notstromaggregate zum Einsatz.                

    Auch das großräumige Verteilernetz der EnBW litt unter "Lothar".
So sind an den Hoch- und Höchstspannungsleitungen 26 Störungen
aufgetreten, wobei sich daraus im 220-/380-kV-Bereich keine, im
110-kV-Bereich nur vorübergehende Versorgungsunterbrechungen ergaben.
Diese Stromkreise sind in der Regel so abgesichert, daß Ausfälle
einzelner Leitungen durch Umschaltmaßnahmen überbrückt werden
konnten. Allerdings sind die Sachschäden an Hochspannungsleitungen,
etwa an der 110-kV-Trasse Haisterkirch-Leutkirch, der Höhe nach
beträchtlich.
    
    Insgesamt waren an der "Orkanfront" im Netzbereich der EnBW über
1.000 eigene Mitarbeiter und weitere 260 Beschäftigte von Firmen, mit
denen die EnBW kooperiert, eingesetzt. Die Reparaturen am Netz - von
den Überlandleitungen im Hochspannungsbereich bis zu den
Ortnetzleitungen - werden noch Wochen in Anspruch nehmen.

ots Originaltext: EnBW
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de
    
Rückfragen bitte an:
EnBW Regional AG
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kriegsbergstr. 32
70174 Stuttgart
Telefon: 07 11/128-3442
Telefax: 07 11/128-2542

Original-Content von: EnBW Energie Baden Württemberg AG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: EnBW Energie Baden Württemberg AG

Das könnte Sie auch interessieren: