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Radarfallen in Deutschland: Seit 60 Jahren Rasern auf der Spur - RFID-basiertes Kennzeichen-System könnte Blitzer in den Ruhestand schicken

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Bremen, Juli 2017. Vor genau 60 Jahren setzte das nordrhein-westfälische Innenministerium in Düsseldorf bei einem Feldversuch zum ersten Mal in Deutschland einen Blitzer ein. Ein Jahr später ging das "Verkehrs-Radar-Gerät 2" der Firma Telefunken in Serie. Seitdem haben sich die Messtechniken vom Radar über Lichtschranken bis hin zum Laser weiterentwickelt. Eines ist jedoch gleich geblieben: Die Fahrzeugidentifizierung durch das Kennzeichen per Foto. Betrüger, die ihr Nummernschild manipulieren oder Raser, die durch schlechte Wetterverhältnisse nicht erfasst werden, kommen somit ungestraft davon. Lösen könnte dieses Problem ein RFID-Chip mit Identifikationsnummer im Kfz-Kennzeichen. Das sogenannte IDePLATE® von Tönnjes E.A.S.T. verfügt über diese Funktion und kann von autorisierten Lesegeräten entschlüsselt werden. "Ein Feldversuch in Kooperation mit dem niederländischen Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr hat ergeben, dass unser System 100 Prozent der Pkw erfasst - egal bei welcher Wetterlage oder Sicht", sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. "Es ist an der Zeit den kamerabasierten Blitzer in den Ruhestand zu schicken."

Ein Auto rast an einem Streifenwagen vorbei, Polizisten nehmen die Verfolgung auf und filmen dabei das eigene Tacho. Eine komplizierte und ineffiziente Prozedur um Temposünder zu erwischen, doch Mitte der fünfziger Jahre das einzige Mittel. Bei damals ungefähr 13.000 Verkehrstoten pro Jahr musste der Staat handeln. Zum Vergleich: 2016 verloren im Schnitt knapp neun Menschen am Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Jährlich passieren rund 45.000 Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit. "Messungen sind deswegen unabdingbar - dennoch sollte die Technik überdacht werden, damit mehr Gerechtigkeit und Sicherheit herrscht", meint Mönning. Immer wieder berichte die Polizei von Fällen, bei denen Rasern ihr gefährdendes Verhalten auf die Spitze treiben: Im Münchener Richard-Strauss-Tunnel wurde beispielsweise ein Motorradfahrer in drei Monaten 26 Mal geblitzt, doch aufgrund der extrem hohen Geschwindigkeit war das Kennzeichen auf dem Bild nicht zu erkennen. "Mit dem IDePLATE® wäre das nicht passiert", so der Geschäftsführer. Zur Identifizierung hätte ein stationäres Lesegerät die individuelle Nummer des Kennzeichens gelesen und den Raser somit entlarvt.

"Gestohlene Kennzeichen sind ebenfalls eine große Sicherheitslücke", erläutert Mönning. Laut Schätzungen der Allgemeinen Versicherungs-AG werden in Deutschland jährlich 160.000 Nummernschilder geklaut. "Hierzulande erfolgt die Fahrzeugidentifikation lediglich über die Kennzeichen und Fotos von diesen. Das ermöglicht Missbräuche." Ebenfalls zu dem System von Tönnjes E.A.S.T. gehört ein Windschutzscheiben-Aufkleber, der sogenannte IDeSTIX®, der wie das IDePLATE® einen digitalen Chip enthält. Werden Nummernschilder also an anderen Autos angebracht, verrät dieses "dritte Kennzeichen" den mobilen oder stationären Lesegeräten, dass die Merkmale nicht übereinstimmen. Für den Datenschutz sorgt der niederländische Kooperationspartner NXP Semiconductor, Spezialist im Bereich Verschlüsselungstechnik. "Diese Technologie verbessert nicht nur Radarfallen, sondern kann auch Grenzkontrollen erleichtern und bei Terrorszenarien frühzeitig wichtige Hinweise zur Aufklärung liefern."

Über J.H. Tönnjes E.A.S.T. GmbH & Co. KG

Als führender Anbieter von Sicherheits-Kennzeichen für Fahrzeuge bietet Tönnjes E.A.S.T. seinen Kunden Fahrzeugidentifikationslösungen für verschiedenste Anforderungen. Die Produkte werden eingesetzt, um vor Manipulation, Betrug und Diebstahl zu schützen. Ausgestattet mit neuesten Technologien entwickelt das Unternehmen modulare Systeme und individuelle Komplettlösungen, die spezifische Vorgaben in den Feldern Sicherheit, Organisation und Logistik erfüllen.

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