Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Weißbuch der EU zur Reform der Chemikalienpolitik in Europa: Risikobewertung der Stoffe auf wissenschaftlicher Grundlage vornehmen

    Frankfurt (ots) - Die deutsche chemische Industrie begrüßt das
Ziel der EU-Kommission, mit dem Weißbuch eine Reform der
Chemikalienpolitik in Europa einzuleiten. Die Branche unterstützt vor
allem die systematische Überprüfung aller Stoffe in verbindlichen
Fristen mittels Risikobewertungen auf solider wissenschaftlicher
Grundlage. In einer ersten Stellungnahme befürchtet der Verband der
Chemischen Industrie (VCI) aber, dass das im Weißbuch beschriebene
Zulassungsverfahren praktisch nicht umsetzbar ist und zu massiven
Wettbewerbs- und Innovationsnachteilen für die europäische Chemie und
wichtige Abnehmerbranchen führt.
    
    Obwohl das Weißbuch die richtigen politischen Ziele verfolgt,
läuft es nach Auffassung des VCI Gefahr, auf der Umsetzungsebene zu
scheitern: Der Verband kritisiert vor allem die Übergewichtung der
spezifischen Stoffeigenschaften  ("intrinsic hazards") von
Chemikalien. Aus Sicht der deutschen Chemie sollten Produktionsmenge
und Art der Verwendung (Exposition) eines chemischen Stoffes die
vorrangigen Kriterien für den Prüfumfang sowie für eine
Risikobewertung sein - und nicht seine spezifischen Eigenschaften.
Dadurch würden falsche Entscheidungen getroffen mit der Folge, dass
unnötige Beschränkungen und Verbote für eine steigende Zahl von
Chemikalien ausgesprochen werden. Das hätte unmittelbare Konsequenzen
für die gesamte Industrie in Europa - vor allem aber für die kleinen
und mittelständischen Unternehmen.
    
    
ots Originaltext: VCI
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Kontakt:
Volker Kalisch/Manfred Ritz
VCI-Pressestelle
Telefon: 069/2556-1496
E-Mail: presse@vci.de

Original-Content von: Verband der Chemischen Industrie (VCI), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Das könnte Sie auch interessieren: