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MEDICA-Kongress 2001 in Düsseldorf: Sieger des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik prämiert

Medica-Kongress 2001 in Düsseldorf am 22.11.2001: Sieger des Innovtionswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik prämiert. Foto: Tillmann Abdruck honorarfrei mit Hinweis © Messe Düsseldorf

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    Düsseldorf (ots) - Im Rahmen des MEDICA-Kongresses "Innovationen
in der Medizintechnik" wurden heute in Düsseldorf die Siegerinnen und
Sieger des "Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik"
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) prämiert. Mit
diesem Wettbewerb bietet das BMBF innovativen Forschungsansätzen in
der Medizintechnik die Chance zur Verwirklichung. So soll jeweils in
einem Schlüsselexperiment die Machbarkeit eines neuen Verfahrens oder
einer neuen Technik nachgewiesen werden. Das breite Echo in den
Forschungseinrichtungen und Firmen auf den Wettbewerb zeigt die
Innovationsfähigkeit und herausragende Kompetenz Deutschlands in
zukunftsträchtigen Themenfeldern der Medizintechnik.
    
    Aus 123 Bewerberinnen und Bewerbern hat eine international
besetzte Expertenjury die 9 diesjährigen Sieger ausgewählt, deren
Projekte mit insgesamt knapp 4 Millionen Mark durch das BMBF
unterstützt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
erhalten ein Preisgeld zwischen 250.000 und 500.000 Mark für Ihre
Forschungsarbeit.
    
    In diesem Jahr ist ein Schwerpunkt der Gewinner-Themen die
Infektionsdiagnostik: Ein neuartiger Bio-Chip aus Heidelberg soll in
Zukunft die Diagnose von Borrelien-Infektionen erleichtern. Das Ziel,
resistente Keime auf Intensivstationen schneller als bisher zu
erkennen, verfolgt eine Arbeitsgruppe aus Hürth. Bakterien, Viren und
Schadstoffen sind Forscher aus Ulm mit Hilfe kleinster,
fluoreszierender Partikel auf der Spur. Auch im Bereich Bildgebung
konnten sich zukunftsweisende Ideen durchsetzen: Ein
computergesteuertes Ultraschallgerät zur Brustkrebsdiagnose in 3D
planen Forscher aus Bochum. In Heimstetten bei München entsteht ein
mathematisches Modell, um die komplexe physikalische Struktur des
Gehirns zu verstehen. Dreidimensional ist ebenfalls ein Bioimplantat
aus Rostock, das bei der Heilung von Knorpelschäden helfen wird.
"Multimedia" ist das Stichwort zur Früherkennung von Schizophrenie
und Alzheimer: Forscher aus Magdeburg analysieren die spontanen
Augenbewegungen von Betroffenen in einer virtuellen Welt. Ohne
Schmerzen soll in Zukunft das Herz wieder auf Trab gebracht werden:
In der Medizinischen Hochschule Hannover entsteht ein
Ultraschall-Stimulator für die Notfallmedizin. Damit die Patienten
auch bei der Früherkennung von Diabetes nicht mehr leiden müssen,
entwickeln Wissenschaftler in Dortmund eine Diagnosemethode ohne
Blutabnahme und Nadelstich. Ist das Forschungsexperiment erfolgreich,
soll spätestens nach 3 Jahren in allen Projekten die weitere
Entwicklung und Vermarktung durch die Industrie erfolgen. So bleiben
die wichtigen Forschungsergebnisse nicht in den Laboren oder hinter
Klinikmauern, sondern erreichen durch die Förderung des BMBF und die
Einbindung der Industrie die Patienten weltweit. Vielfach entstehen
durch die geförderten Projekte neue Perspektiven auf mehr
Lebensqualität. Zusätzlich werden mit dem Wettbewerb die Stärken
Deutschlands auf dem Gebiet der Medizintechnik für die Zukunft
gesichert und ausgebaut.
    
    Technik in der Medizin bedeutet dabei nicht nur "Apparatemedizin".
Multimedia in der Psychiatrie beispielsweise wird die Eigenmotivation
der Betroffenen stärken und damit die Diagnose und Therapie
verbessern. Der Einsatz von Knie- oder Hüft-Prothesen wird durch
moderne Bioimplantate abgewendet und die Heilungschancen werden
insgesamt erhöht. Hiervon profitiert einerseits der Patient: die
neuen Diagnose- und Therapieverfahren sind schneller, präziser und
schonender. Andererseits werden durch diese Medizintechnik auch
Kosten gesenkt: so fördert eine effektivere und günstigere
Infektionsdiagnostik das Einsparpotenzial ebenso wie eine raschere
Genesung der Patienten. Durch den Einsatz neuer Verfahren oder
Techniken werden die Liege- und Therapiezeiten insgesamt verkürzt und
somit zusätzlich geringere Folgekosten verursacht.
    
    Hinweis! Eine ausführliche Beschreibung der siegreichen
Forschungsarbeiten sowie eine Liste mit den Anschsprechpartner
seitens der einzelnen Projekte ist zu beziehen über nachstehend
genannte Kontakte.
    
    
    Informationen zum Forschungswettbewerb des BMBF:
    DLR, Projektträger der BMBF, - Gesundheitsforschung -
    Südstraße 125, 53175 Bonn
    Tel. 0228-38 21-210
    
    
ots Originaltext: Messe Düsseldorf GmbH
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