SV SparkassenVersicherung

Geschäftsjahr 2015
SV Konzern mit sehr gutem Ergebnis in schwierigem Umfeld

Stuttgart (ots) - "2015 war ein gutes Jahr für die SV. Wir sind mit dem Geschäftsverlauf in der Lebensversicherung und in den Schaden-Unfallversicherungen zufrieden", sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Vorstandsvorsitzender der SV SparkassenVersicherung (SV). Nach Steuern weist der SV Konzern nach IFRS ein Jahresergebnis von 173,7 Millionen Euro (143,7) aus. Konzernweit blieben die Gesamtbeiträge mit 3,4 Milliarden Euro (Vorjahr 3,4) konstant. Wolff von der Sahl: "Es gibt drei Faktoren, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass wir ein gutes Jahr hatten: Wir sind wirtschaftlich gut aufgestellt, wir haben zeitgemäße Produkte und wir bieten mit unseren Mitarbeitern eine gute Beratung." Kritisch wertet Wolff von der Sahl die anhaltende Niedrigzinssituation, die sowohl die Kapitalanlageergebnisse der Lebens- und Kompositversicherung schmälere als auch langfristig die Altersversorgung in Deutschland gefährde. Wolff von der Sahl: "Dringliche Aufgabe der Politik ist es, einen Rahmen zu schaffen, der eine planbare Altersvorsorge wieder ermöglicht. Wir bringen hier gerne unsere Kompetenz ein."

SV Gebäudeversicherung: Bestes Ergebnis seit der Fusion erzielt 

Die SV Gebäudeversicherung erzielte mit 176,5 Millionen Euro (133,2) das beste versicherungstechnische Ergebnis seit Bestehen der SV; und dies trotz eines "normalen" Schadenverlaufs in der Elementarschadenversicherung. Das gute Ergebnis machte es möglich, die Schwankungsrückstellungen mit 46,9 Millionen Euro (106,8) zu stärken. Das Jahresergebnis liegt bei 49,3 Millionen Euro (26,1). Die Versicherungstechnik profitierte von den gestiegenen Beitragseinnahmen durch ein hohes Neugeschäft und Beitragsanpassungen, Bestandssanierungen, einem effizienten Schadenmanagement und einer ertragsorientierten Zeichnungspolitik.

Beitragseinnahmen steigen in Schaden-Unfall 

In den Schaden-Unfallversicherungen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,8 Prozent und liegen bei 1,41 Milliarden Euro (1,36). Die SV entwickelte sich damit besser als der Markt mit 2,7 Prozent. Das Beitragswachstum ist hauptsächlich auf das Neugeschäft über verschiedene Sparten hinweg und auf Beitragssatzanpassungen zurückzuführen. Die Beiträge stiegen vor allem in den Sparten Kraftfahrt (+ 7,9 %), Unfall (+ 9,6 %) sowie in der gewerblichen Sachversicherung (+ 6,4 %). In den Privatsparten Haftpflicht, Hausrat, Unfall und Glas konnte ein überdurchschnittliches Wachstum auf 6,1 Prozent verzeichnet werden. Insgesamt liegt das Neugeschäftsvolumen mit 98,7 Millionen Euro (105,0) nach einem sehr starken Vorjahr weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders gut lief das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag in den Privatsparten, dieses stieg um 2,1 Prozent auf 21,5 Millionen Euro (21,0). Wachstumstreiber waren hier vor allem die Sparten Unfall (+ 13,7 %), Haftpflicht (+ 5,0 %) und Hausrat (+ 3,9 %).

Kfz-Versicherung ist profitabel 

Auch das Kraftfahrtgeschäft entwickelt sich positiv. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 7,9 Prozent auf 227,3 Millionen Euro (210,6). Die SV lag damit deutlich über dem Branchenwert von 3,5 Prozent. Insgesamt erzielte die SV in Kraftfahrt ein Wachstum von über 49.300 Verträgen, das sind rund 5,3 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt 97,5 Prozent (93,7) und liegt damit das zweite Jahr in Folge unter der 100-Prozentmarke. Das Bruttoergebnis liegt bei 6 Millionen Euro.

Schadenaufwendungen steigen 

Insgesamt regulierte die SV im Jahr 2015 rund 279.000 Schäden. Die gesamten Bruttoschadenaufwendungen stiegen bei der SV Gebäudeversicherung um 8,4 Prozent auf 1.013,6 Millionen Euro (935,2). Die Bruttoschadenquote stieg auf 70,4 Prozent (67,5). Die Schaden-Kostenquote sank auf 85,0 Prozent (88,0) und liegt damit deutlich unter dem Branchenwert von 96 Prozent. Für Unwetterschäden hat die SV insgesamt 110,1 Millionen Euro ausbezahlt. Das waren 46,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr, das eines der schadenärmsten Jahre bei der SV war. Im Geschäftsgebiet der SV hinterließen besonders im Frühjahr und Sommer mehrere teils regional sehr begrenzte Stürme ihre Spuren.

SV Lebensversicherung: Gute Ergebnisse erzielt 

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit niedrigen Zinsen ist die SV mit dem Geschäftsergebnis in der Lebensversicherung zufrieden. Insgesamt erreichten die gebuchten Bruttobeiträge mit 1,83 Milliarden Euro (1,87) fast das Niveau des Vorjahres. Das Neugeschäft nach Beitragssumme ging nach einem guten Vorjahr um 7,3 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro (3,0) zurück, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. 2015 wurden über 144.300 neue Lebensversicherungsverträge abgeschlossen. Besonders gefragt waren die Rentenversicherung IndexGarant - 61 Prozent der 2015 verkauften Rentenversicherungen gingen auf das Konto des indexbasierten Produktes - und die betriebliche Altersversorgung (bAV). Der Trend weg von der klassischen Kapitalbildenden Lebensversicherung hin zur Rentenversicherung verstärkt sich weiter. Die Stornoquote sank nach laufendem Jahresbeitrag deutlich auf 4,0 Prozent (4,3) und liegt weiter unter der der Branche mit 4,3 Prozent.

Das Kapitalanlageergebnis ohne Erträge und Aufwendungen der fondsgebundenen Versicherungen stieg auf 851,9 Millionen Euro (826,0). Die Nettoverzinsung lag bei 4,4 Prozent (4,4) inklusive der Realisierung von Bewertungsreserven. Aus diesen Ergebnissen wird nicht nur die Überschussbeteiligung finanziert, sondern auch die Zinszusatzreserve. Diese muss seit 2011 zusätzlich gebildet werden, um die Garantieversprechen jederzeit und vollständig bedienen zu können. 2015 wurde die Zinszusatzreserve um 207,2 Millionen Euro auf 651,1 Millionen Euro erhöht. In Summe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rohüberschuss in Höhe von 193,3 Millionen Euro (181,1) erwirtschaftet werden. Für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer wurden davon 160,5 Millionen Euro (142,9) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt.

Gutes Kapitalanlageergebnis erzielt 

Die geldpolitisch gewollte Niedrigzinsphase macht es auch institutionellen Anlegern wie der SV zunehmend schwerer, die erforderlichen Renditen für ihre Kunden zu erwirtschaften. Finanzvorstand Roland Oppermann: "Unsere nachhaltige, breit gestreute und sicherheitsorientierte Anlagepolitik bewährt sich. Wir versuchen, unser Portfolio stets zu optimieren und ein gutes Risiko/Rendite-Profil zu schaffen. Damit ist es uns gelungen, ein gutes Ergebnis zu erzielen." Die SV erreichte mit 992,3 Millionen Euro (1,1 Mrd.) ein erfreuliches Kapitalanlageergebnis. Der SV Konzern weist 2015 weiterhin eine gute Kapitalanlagerendite in Höhe von 4,2 Prozent auf (4,8). Der Kapitalanlagebestand des SV Konzerns sank zinsbedingt nach Marktwerten leicht auf knapp 23,6 Milliarden Euro (23,9).

Ausblick 2016 

Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl: "Uns wird das Thema Regulatorik, insbesondere die Umsetzung von Solvency II, stark beschäftigen. Auch werden wir unsere Digitalisierungsstrategie weiter fortsetzen. Im Zentrum unseres Handelns stehen aber weiterhin unsere Kunden: Wir arbeiten täglich daran, die erste Wahl für die Menschen in unseren Regionen zu sein. Dass wir dafür die richtigen Produkte haben, sehen wir an der stabilen Geschäftsentwicklung. Wir sind strategisch und organisatorisch gut gerüstet."

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Sylvia Knittel
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