Diehl Ako Stiftung & Co. KG

Diehl und schwedische SAAB-Gruppe bilden Allianz bei Lenkflugkörpern zur Schiffsabwehr

    Nürnberg (ots) - Die Diehl-Gruppe, Nürnberg, das deutsche
Systemhaus für Lenkflugkörper, und die SAAB Bofors Dynamics,
Karlskoga, führender Hochtechnologiekonzern Nordeuropas, kooperieren
zukünftig bei der Entwicklung und Fertigung von
Schiffsabwehrraketen.
    
    Die beiden Unternehmen arbeiten bei der derzeitigen Integrations-
und Verifikationsphase des RBS 15 Mk3-Projekts (schwerer
Seezielflugkörper) zusammen. Ebenso kooperieren sie bei Produktion,
Auslieferung, Wartung und künftigen Kampfwertsteigerungen der
Flugkörper. Während SAAB die Systemführung inne hat, wird Diehl als
Generalunternehmer die Endmontage und Enderprobung der Flugkörper am
Diehl-Standort Maasberg/Saarland übernehmen. Weiterhin wird Diehl für
die Wartung der Flugkörper zuständig sein. Die
Diehl-Unternehmenseinheiten Bodenseewerk Gerätetechnik (BGT), Diehl
Munitionssysteme sowie Junghans Feinwerktechnik werden für die
Auslieferung bestimmter Flugkörper-Subsysteme verantwortlich sein.
    
    Der Kooperationsvertrag mit SAAB ist ein weiterer Erfolg der
Diehl-Strategie, deutsche Lenkflugkörper-Kompetenzen und damit
verbundene Arbeitsplätze durch strategische Allianzen zu erhalten und
auszubauen. Ebenso sichert der Kooperationsvertrag die Unabhängigkeit
der deutschen Lenkflugkörper-Industrie im Rahmen der europäischen und
internationalen Kooperationen und stärkt die Position Deutschlands
als Hochtechnologiestandort. SAAB hat Diehl technologische
Unterstützung zugesagt, so daß Produktion und Wartung des
Lenkflugkörpers nach Deutschland verlegt werden können. Diehl wird
dadurch Ansprechpartner der Bundsmarine in allen Systemfragen.
    
    Diese strategische Allianz baut auf einer erfolgreichen
Zusammenarbeit beider Unternehmen im IRIS-T
(Luft/Luft-Flugkörper)-Konsortium auf, in dem Diehl Systemführer und
Generalunternehmer ist. Diese Zusammenarbeit wird nunmehr auf
maritime Flugkörper ausgedehnt.
    
    Die Seestreitkräfte sind bei Krisenreaktionseinsätzen in
Küstengewässern auf Flugkörper angewiesen, die sich sowohl für das
Überwassergefecht (Schiff/Schiff-Flugkörper) als auch zur
Landzielbekämpfung (Schiff/Land-Flugkörper) eignen. Der RBS 15 Mk 3
weist ein Entwicklungspotential auf, das ihn auch zur Bekämpfung von
Landzielen befähigt. Mit einer Reichweite von mehr als 200 km sowie
der Ausrüstung mit unterschiedlichen Gefechtsköpfen und Zielsuchern
(wie der bereits eingesetzte ARAS Dual-Mode-Suchkopf von BGT) ist der
Flugkörper gut geeignet, diese Aufgaben zu erfüllen. Die gebündelten
Schlüsselfähigkeiten und Kompetenzen von Diehl und SAAB auf den
Gebieten praxiserprobter und zuverlässiger Navigationssysteme,
störungsfester Suchköpfe mit automatischer Zielerkennung sowie
digitaler Flugsteuerung und Zielpunktauswahl gewährleisten eine
zielgenaue Waffenwirkung.
    
    Eine erste Marktstudie vom Oktober 1999 ermittelte einen großen
Bedarf an Lenkflugkörpern für die Bundesmarine. Diese Analyse basiert
auf der Notwendigkeit einer neuen Ausrüstung für die Korvetten K 130
sowie einer Nachrüstung mehrerer Fregatten-Klassen.
    
    Weitere Anfragen bezüglich der RBS 15 Mk3-Flugkörper gibt es von
der finnischen und polnischen Marine. Zusätzliche Anfragen liegen aus
Chile, Brasilien, Argentinien und Thailand vor. Zukünftig wird die
schwedische Korvettenklasse Visby mit dem System ausgerüstet.
    
    Das Marktpotential dieses Flugkörper-Kooperationsprogrammes liegt
deutlich über 1 Mrd. DM.
    
    Die Vereinbarung zwischen SAAB und Diehl ist das jüngste Beispiel
der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Schweden und Deutschland. Sie
unterstreicht den beiderseitigen Nutzen bei Kooperationsprogrammen
auf dem Gebiet schwerer Flugkörper (Boden/Boden und Luft/Boden). In
den vergangenen Jahren haben Deutschland und Schweden bei
Kampfpanzern (Leopard II), Luft/Luft-Flugkörpern (IRIS-T und Meteor),
Luft/Boden-Flugkörpern (DW 39 und Taurus), Boden/Luft-Flugkörpern
(ASRAD) sowie beim Schiffbau und der Schiffsausrüstung (HDW/Kockums)
zusammengearbeitet. Zukünftig wird die Kooperation sowohl andere
Systeme auf dem Flugkörpersektor als auch andere Gebiete umfassen.
    
    
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