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Studie: Warum werden im süditalienischen Cilento die Menschen so alt?

Hennigsdorf (ots) - Lange haben Wissenschaftler nach genetischen, Ernährungs- und Umweltfaktoren gefahndet, die die Lebensspanne verlängern, darunter Fasten- und Diättage, Sport oder die mediterrane Küche. Jetzt melden italienische Forscher der Universität La Sapienza in Rom einen Fortschritt. Sie haben einen körpereigenen Faktor gefunden, der signifikant zu einem überdurchschnittlich langen Leben beiträgt. In einer Pilotstudie an einigen der ältesten Menschen der Welt entdeckten sie, dass die Durchblutung von Muskeln und Organen der Alten so gut war wie bei gesunden Menschen, die 30 Jahre jünger waren. Die Ergebnisse der gestern vorgestellten Studie zeigen, dass niedrige Blutspiegel des körpereigenen Hormons Adrenomedullin (bio-ADM) diese gute Mikrozirkulation anzeigen. Mit einem Biomarker, der Langlebigkeit anzeigt, rückt die systematische Identifikation von Erb- und Umweltfaktoren, die die Lebensspanne verlängern oder verkürzen, erstmals in greifbare Nähe.

Professor Salvatore Di Somma und sein Team führten bei zwei Personengruppen, die aus der Cilento-Region stammen, einen umfassenden Gesundheits-Check-up durch und erfragten die genauen Lebensumstände. Im Cilento, 150 km südlich von Neapel, leben überdurchschnittlich viele Hochbetagte. Die erste Gruppe bestand aus 29 sehr alten Menschen (Durchschnittsalter 92 Jahre), die zweite aus 52 Verwandten (Durchschnittsalter 60 Jahre), die mit ihnen im selben Haushalt wohnten. Da sie ähnliche Gene mitbringen und den gleichen Lebensbedingungen ausgesetzt sind, war die Erwartung der Wissenschaftler, dass auch sie ein langes Leben vor sich haben. Das Hennigsdorfer Diagnostikunternehmen sphingotec führte die Blutanalysen durch.

"Sehr niedrige Konzentrationen des körpereigenen Hormons bio-ADM-zeigen eine sehr gute Durchblutung der Organe und Muskeln an", erklärt Professor Di Somma. Eine gute Mikrozirkulation trägt bei Marathonläufern entscheidend zu deren besonderer Leistungsfähigkeit bei: Bei gleicher Herzfrequenz werden die Organe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselschlacken schneller abtransportiert als bei untrainierten Personen.

"Die Verbindung zwischen niedrigen bio-ADM-Spiegeln und einer guten Mikrozirkulation als Indikator einer guten Lebensqualität ist eine sehr wichtige Entdeckung", sagt sphingotec-Gründer Andreas Bergmann, der den bio-ADM-Test entwickelt hat. "Wenn bio-ADM sich als zuverlässiger Indikator für ein langes Leben erweist, eröffnet dies erstmals die Möglichkeit einer systematischen Untersuchung der Faktoren, die zu einem langen Leben beitragen." Die Wissenschaftler planen, die Studie auf 2.000 Teilnehmer aus der Cilento-Region auszudehnen. Ein Hauptziel dabei ist es zu untersuchen, ob bestimmte Bestandteile der lokalen mediterranen Küche den bio-ADM-Blutspiegel senken. Die traditionelle Cilento-Küche nutzt unter anderem frische Wildkräuter und regional angebaute Pflanzen, denen ein gesundheitsfördernder Effekt nachgesagt wird.

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