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"Uran - Das unheimliche Element": ZDFinfo-Zweiteiler über den Weg zur Bombe und über Fluch und Segen des Atomzeitalters

"Uran - Das unheimliche Element": ZDFinfo-Zweiteiler über den Weg zur Bombe und über Fluch und Segen des Atomzeitalters
Presenter Derek Muller in einer Uranmine im tschechischen Jachymov. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/105413 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDFinfo/ZDF/Josephine Wright"

Mainz (ots) - Vor über 70 Jahren warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki - 155 000 Menschen starben sofort, weitere 110 000 durch die radioaktive Verstrahlung innerhalb weniger Wochen. Den Weg zur Bombe hatte ein halbes Jahrhundert zuvor die Entdeckung des Urans möglich gemacht. Der ZDFinfo-Zweiteiler "Uran - Das unheimliche Element" beleuchtet am Donnerstag, 4. Februar 2016, 18.45 Uhr, die Karriere des chemischen Elements.

Teil eins der Dokumentation schildert den "Weg zur Bombe", Teil zwei ab 19.30 Uhr "Fluch und Segen des Atomzeitalters". Während der Ölkrise galten Atomkraftwerke als saubere Lösung für die Energieprobleme - die entsprechende Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Die Katastrophe in Fukushima 2011 führte schließlich in Deutschland zu einem Umdenken.

Uran wurde im 19. Jahrhundert als so genannte "Pechblende" entdeckt, einem Abfallprodukt des Silberbergbaus. 1896 fand der Physiker Antoine-Henri Becquerel heraus, dass Uran radioaktiv ist. Die "Erfolgsgeschichte" von Uran begann mit dem Färben von Glas und der Behandlung von Tumoren. Dass das Wundermaterial einmal Grundstoff für die gefährlichste Waffe der Welt werden würde, vermutete damals noch niemand.

Der australisch-kanadische Wissensmoderator und promovierte Physiker Derek Muller, bei YouTube mit dem Bildungskanal "Veritasium" präsent, hat für diesen Zweiteiler einem der gefährlichsten Stoffe der Welt nachgeforscht. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, Tschernobyl und Fukushima, aber auch zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney. Denn neben der Zerstörungskraft, die dem Uran innewohnt, können dessen radioaktive Eigenschaften in der Medizin beim Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. So ist das kurzlebige Thorium ein unersetzliches Mittel, um Tumore erkennbar zu machen.

Die Uran-Doku war im vergangenen Sommer anlässlich der 70. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bereits auf ARTE zu sehen. ZDFinfo sendet den Zweiteiler "Uran - Das unheimliche Element" erneut am Mittwoch, 10. Februar 2016, 0.45 Uhr, sowie am Donnerstag, 11. Februar 2016, 15.15 Uhr.

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