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Haiti fünf Jahre nach dem Erdbeben - Gewalt, Armut und Hunger prägen den Alltag

Rund 80.000 Liter sauberes Wasser liefert die Partnerorganisation von nph haiti, die St. Luc Foundation, täglich in die Slums. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/104443 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/nph deutschland e.V."

Karlsruhe (ots) - Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. Hunderttausende Menschen kamen ums Leben oder wurden schwer verletzt. Überall in Port-au-Prince entstanden Zeltstädte, in denen Hunderttausende Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben mussten. Im Oktober 2010 brach die Cholera aus, an der bislang mehr als 8.000 Menschen verstarben und Hunderttausende erkrankten.

Die Regierung hat in den letzten Jahren Finanzmittel in den Straßenbau und in den Wiederaufbau öffentlicher Gebäude investiert, Stadien errichtet und Sportangebote geschaffen. Präsident Michel Martelly setzt auch große Hoffnungen in den Tourismus, um das Land wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Doch trotz all dieser Bemühungen hat sich in den letzten fünf Jahren für die Mehrheit der Haitianer kaum etwas zum Besseren gewendet: Nach wie vor leben rund 80 Prozent der Haitianer in Armut. Die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt und mehr als 40 Prozent der Bevölkerung hat keine Arbeit. Hinzu kommt, dass in den letzten Monaten die Gewalt im Land noch zugenommen hat. Das Millenniumsziel 1 - die Bekämpfung von Armut und Hunger - ist in Haiti nur in Ansätzen gelungen.

Die Unzufriedenheit der Bevölkerung zeigte sich in den vergangenen Wochen und Monaten in zahlreichen Demonstrationen, insbesondere gegen Präsident Martelly und in der Zunahme von Gewalt. Dadurch wird die Arbeit von Hilfsorganisationen wie nuestros pequeños hermanos (nph) und der Partnerorganisation, der St. Luc Foundation, erschwert.

nph engagiert sich seit 1987 in Haiti und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte und Programme aufgebaut. Die Nachbarschaftsprogramme wurden vor einigen Jahren in die St. Luc Foundation verlagert. Rund 300.000 Haitianern kommt die Hilfe der beiden Partnerorganisationen zugute. So besuchen Kinder aus den Armenvierteln entweder die nph-Schulen oder eine der 28 Straßenschulen der St. Luc Foundation. Kranken Haitianern stehen die zahlreichen medizinischen Einrichtungen der beiden Organisationen offen und in den beiden Kinderdörfern finden Waisen und Kinder aus ärmsten Familien ein neues Zuhause. Die St. Luc Foundation versorgt Hungernde mit Nahrungsmitteln, liefert sauberes Wasser in die Slums oder sorgt für eine würdevolle Bestattung Verstorbener, deren Angehörige sich kein Begräbnis leisten können.

Für menschenwürdige Lebensverhältnisse entstehen in Cité Soleil, dem größten Slum in Port-au-Prince, Häuser für die Familien. Bei diesem Projekt arbeitet die St. Luc Foundation mit der Action Chretienne pour le Developpment zusammen. Joel Janeus, Gründer der Action Chretienne pour le Developpment, meint: "Laut offiziellen Angaben wurden zahlreiche Hilfsfond in Millionenhöhe für Cité Soleil eingesetzt. Resultate sieht man jedoch kaum. Warum? Weil zahlreiche Projekte nicht gemeinsam mit der Community umgesetzt wurden, weil sie nicht am Bedarf und an den lokalen Gegebenheiten ausgerichtet waren." Zusammen mit nph und der St. Luc Foundation hat Joel Janeus, der selbst in Cité Soleil aufgewachsen ist, bereits mehr als 270 Häuser für die Familien bauen können - immer unter Einbeziehung der jeweiligen Community. Und weitere werden folgen.

Alle Projekte und Programme von nph und der St. Luc Foundation sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt und zielen auf Hilfe zur Selbsthilfe. Der Leiter der nph-Einrichtungen in Haiti und der St. Luc Foundation, Pater Richard Frechette, sagt: "Wir beeinflussen die Gesellschaft auf unterschiedliche Arten: Ich glaube der wichtigste Faktor ist, dass wir Arbeitsplätze schaffen. Dann bieten wir Kindern die Chance auf ein besseres Leben und stärken dadurch Familien."

Die Haiti-Experten von nph deutschland stehen Ihnen ab 7. Januar 2015 für Interviews zur Verfügung. Schon jetzt können Sie sich auf unserer Homepageseite http://www.hilfefuerwaisenkinder.de/aktuell/themen/ über das Thema Armut und Haiti informieren. Interviews und weitere Informationen finden Sie ab 7. Januar 2015 im Pressebereich unteres Internetauftritts unter www.HilfeFuerWaisenkinder.de.

Pressekontakt:

Dagmar Schneider
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Durchwahl: 0721 35440-167, Mobil: 0173 5335086
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