Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain

Führen in einer verrückten Welt
7. Demografiekongress erprobt die digitalfreundliche Unternehmenskultur

Frankfurt (ots) - Die Debatte um Arbeit 4.0 ist rum. Das Thema ist gesetzt. Aber noch lange nicht umgesetzt. Von außen drängen Start-ups mit agilen Geschäftsmodellen auf den Markt, von innen mauern die Mitarbeiter aus Angst vor der ungewissen Zukunft. Und so manche Vorgesetzte fragen sich nun: "Wie soll ich mein Unternehmen dort hinbringen, wo ich doch selbst erst bei 2.0 bin?" Helfen könnte der digitale Nachwuchs - doch der traut den Älteren nichts zu. Die sich selbst aber genauso wenig und schon ist der Kulturkampf vorprogrammiert!

Der 7. Demografiekongress am 28. März in der IHK Frankfurt möchte die Grenzen des klassischen Managements nicht sprengen, aber ein Stück weit neu abstecken. Die Referenten stehen repräsentativ für die neue Arbeitswelt: Jungunternehmer der Generation Y treffen auf etablierte Führungskräfte aus Generationen, für die gar keine Buchstabe erfunden wurde. Zusammen wollen sie den Clash in der Unternehmenskultur verhindern und in der Belegschaft Vertrauen für neue Formen des Arbeitens gewinnen.

Für den Internetphilosophen und Keynotespeaker Prof. Dr. Gunter Dueck ist der Kulturwandel "hoffnungslos schwer" - aber machbar. Pointiert und nicht immer ganz ernst gemeint zeichnet Dueck das Bild der agilen Arbeitswelt 4.0.

Um den kulturellen Wandel geht es anschießend in den Foren. So zeigt das Hessische Handwerk im Forum Arbeit 4.0 auf, welche Vorteile sich aus digital gestützten Kompetenzprofilen ergeben und wir uns deshalb vom alten Denken in Schulnoten verabschieden sollten. "Auch im Handwerk ergeben sich durch 4.0 gerade neue Formen der Zusammenarbeit im Betrieb. Dies betrifft sowohl die Prozesse, Dienstleistungen, als auch die Kommunikation zum Kunden hin", berichtet Armin Bayer von der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. "Unser Beispiel zeigt, wie Betriebe neue Techniken für Mitarbeitergespräche, Personaleinsatz- und Nachfolgeplanung einsetzen können."

Neues Denken gibt es auch bei der Deutschen Bahn. Das Unternehmen stellt das Kreativformat Design Thinking vor und erprobt es am gesunden Arbeitsplatz der Zukunft. Apropos gesund: Das Forum stellt neue Konzepte der digitalisierten Pflege vor. Weil 4.0 aber nicht nur Technik ist, gehen die Experten von Pflegedienstleistern, KfW, Fraunhofer-Institut und der Frankfurt University auch der Frage nach, welche Führung es braucht, die eine tatsächliche Entlastung für pflegende Angehörige erst möglich macht.

Auch auf kommunaler Ebene ist ein neues Miteinander gefragt - und gewünscht, wie diverse überregionale Initiativen belegen. Von der Idee einer Kooperation bis zu ihrer Umsetzung ist es manchmal aber ein weiter Schritt. Das Forum Metropolregion stellt neben den Initiativen auch den Demografieatlas vor: Mit ihm will das Demografienetzwerk die Bevölkerungsstatistiken der Metropolregion um sozialstatistische Aussagen erweitern, z.B. zu Berufen und Bildungsniveaus. "Der Demografieatlas ist eine absolute Neuheit für unsere Region! Unser Ziel ist es valide Daten zu bekommen, die sozial- und wirtschaftspolitische Entscheidungen unterstützen. Wir wollen wissen wie sich die Demografie in der Region entwickelt. Ebenso welche Menschen kommen und welche verlassen die Region?", erläutert Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, das Instrument.

Vom Kommen und Gehen - vor allem aber vom Bleiben - geht es auch im Forum Willkommenskultur. Welche Rolle spielt die Führungskraft, welche das Kollegium? Wie bedeutsam ist die Organisationskultur? Erfolgreiche Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Start-ups und Verwaltung gewähren Einblicke, eine praktische Übung sensibilisiert. Das Ziel: ein gemeinsames Papier mit den Erfolgsfaktoren für gelingendes Ankommen.

Neue Arbeitsformen erfordern neue Regeln. Zahlreiche Unternehmen haben sich diese bereits erarbeitet - viele stehen aber noch vor der Herausforderung, sich fit zu machen für die zunehmende Digitalisierung. Hierbei geht es oftmals um die Erfordernis, sich auf stark wandelnde Märkte einzustellen. "Der Kongress ist eine ideale Plattform, die vielen verschiedenen Szenarien durchzuspielen und die Ansätze mit nach Hause zu nehmen, die zum eigenen Unternehmen passen", sagt Joanna Cimring, Projektleiterin des Kongresses und Mitglied der Geschäftsleitung bei Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH.

Über das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain

Das Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain besteht zurzeit aus 13 Partnern. Die Initiatoren sind: die IHK Frankfurt am Main, die Stadt Eschborn, die Stadt Frankfurt am Main, der Regionalverband FrankfurtRheinMain, das Europabüro der Metropolregion FrankfurtRheinMain, die ING-DiBa, das Demographie Netzwerk (ddn) , die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, das IHK-Forum Rhein-Main, die Kreisstadt Dietzenbach, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Verein zur Förderung der Standortentwicklung e.V. und die Frankfurt University of Applied Sciences. Die Initiatoren bündeln viele ihrer Aktivitäten zur Fachkräftesicherung in dem Netzwerk. Wichtigste Instrumente sind der Kongress, Fachveranstaltungen, Arbeitskreise, Broschüren und die Website: www.demografienetzwerk-frm.de

Pressekontakt:

Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH
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Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069.7167 580-24
Fax: 069.7167 580-22
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