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Frankfurter Rundschau: Gegen Kumpanei und Kartell

Frankfurt (ots) - Damit wird auch ein Grundfehler sogenannter liberaler Wirtschaftspolitik sichtbar. Wenn deren Propheten Wettbewerb predigen, meinen sie meistens nichts weiter als krude Deregulierung, also die größtmögliche Abwesenheit staatlicher Vorgaben. Das Gegenteil hilft weiter. Wir brauchen eine kluge Industriepolitik; das bedeutet zuallererst die Zerschlagung des Mega-Kartells. Die Kumpanei der Politik mit den Autobauern darf es nicht mehr geben. Die Kartellbehörden müssen den Konzernen genauer auf die Finger gucken. Und die Auto-Bosse müssen mit strikteren Vorgaben und einer viel härteren Regulierung in puncto Abgase gefordert werden. Nur damit können sie ein radikales strategisches Umschwenken - weg vom Diesel und hin zur Elektromobilität - gegenüber Aufsichtsräten und Aktionären begründen. Dies wird Verwerfungen bringen - inklusive schrumpfender Renditen und Arbeitsplatzverlusten. Doch Unternehmen, die diesen Radikalumbau unter erschwerten Bedingungen nicht angehen, verspielen ihre Zukunft.

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