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Frankfurter Rundschau: Kommentar zu G20 und Afrika

Frankfurt (ots) - Um was muss es gehen, wenn der Club der potentesten Ökonomien es wirklich ernst meint mit Afrika? Schlicht um grundlegende Menschenrechte und ein Leben in Würde. Alle Masterpläne - heißen sie nun "Compact with Afrika" oder "Marshall-Plan mit Afrika" - müssten das zum Ausgangspunkt nehmen und ihre Strategien und Instrumente danach ausrichten. Diesem Anspruch aber werden die von der deutschen G 20-Präsidentschaft initiierten Investitionspartnerschaften mit afrikanischen Ländern nicht gerecht. Sie folgen noch immer dem neoliberalen Credo, dass Investitionen automatisch Wachstum und Arbeitsplätze, mithin Entwicklung und Wohlstand schaffen. Viel zu oft aber geht diese Gleichung nicht auf. Für Mega-Projekte wie Kraftwerke, Staudämme, Plantagen oder Bergbau, die Anlegern Rendite bringen, zahlt die lokale Bevölkerung meist einen hohen Preis.

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