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Frankfurter Rundschau: FR zu UN-Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen

Frankfurt (ots) - Deutschland verhandelt nicht mit den UN-Mitgliedsstaaten über ein vertraglich fixiertes Verbot von Atomwaffen. Der Vertrag, der möglicherweise schon Anfang Juli verabschiedet wird, ist zwar nicht bindend. Allerdings - und davon spricht die Bundesregierung leider nicht - darf die Wirkung eines Atomwaffenverbots nicht unterschätzt werden. Die USA haben zum Beispiel das Abkommen über das Verbot von Landminen nicht unterzeichnet. Gleichwohl halten sie sich inzwischen an die Vorgaben des Vertrags. Ähnlich dürfte es im Falle eines Atomwaffenverbots werden. Es würde zum ersten Mal schriftlich festgehalten, dass kein Staat mehr die schrecklichsten Waffen besitzen darf, die Menschen je erdacht haben. Es würde auch danach noch Jahrzehnte dauern, bis die letzte Atombombe verschrottet wird. Aber ein Anfang wäre gemacht, mehr als 70 Jahre nach dem Einsatz der ersten Atombombe in Hiroshima.

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