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Frankfurter Rundschau: Kein Kalter Krieg

Frankfurt (ots) - Das Gerede über einen Kalten Krieg ist nicht hilfreich. Sicher, die Beziehungen der USA und Russland haben einen neuen Tiefpunkt erreicht, nachdem Washington die Syrien-Gespräche mit Moskau beendete und Russland wiederum das Abkommen zur Beseitigung waffenfähigen Plutoniums kündigte. Dieser Zwist hat aber nichts mit jener Epoche zu tun, die seit dem Ende der Sowjetunion vorbei ist und geprägt war durch den Kampf zweier Ideologien um die Gunst der Menschheit. Die russische Außenpolitik erinnert eher an die Machtpolitik des 19. Jahrhunderts. Putin spielt das "Great Game", das ihm kurzfristige Erfolge beschert - von der Krim bis Syrien. Langfristig löst er damit aber keine Probleme - weder den Syrien-Konflikt noch die Ukraine-Krise. Bedauerlicherweise haben weder die USA noch Europa eine angemessene Antwort gefunden, mit der sie die Beziehungen zu Russland wieder normalisieren könnten. Darunter leiden vor allem die Menschen in Syrien und in der Ukraine.

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