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Frankfurter Rundschau: Zeit für Entspannung

Frankfurt (ots) - Der 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion wäre ein guter Anlass gewesen, das Verhältnis zu Moskau einer Generalinventur zu unterziehen. Was aber zu hören war, lässt wenig Bereitschaft erkennen, diese Inventur in Angriff zu nehmen. Man muss sich nur anschauen, wie der Koalitionspartner auf Warnungen des SPD-Außenministers vor "Säbelrasseln und Kriegsgeheul" reagiert: Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erinnert daran, dass Frank-Walter Steinmeier für Sanktionen, Manöver und Truppenstationierungen mitverantwortlich sei. Das stimmt, und Röttgen hat auch Recht, wenn er sagt: "So handeln und anders reden, da fragt man sich, was soll das?" Das Dumme ist nur: Der Christdemokrat verlangt von Steinmeier, genauso zu handeln und anders zu reden. Andersherum würde ein Schuh draus: Deutschland und der Rest Europas sollten beginnen, so zu handeln, wie Steinmeier hier und da redet. Sie sollten sich auf das besinnen, was man seit Willy Brandt Entspannungspolitik nennt.

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