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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Rechtsextremismus-Studie

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert die Leipziger Rechtsextremismus-Studie:

Schon vor zehn Jahren erkannten die Wissenschaftler: Rechtsextreme Einstellungen lassen sich nicht mehr als Randphänomen charakterisieren, sondern sind ein Problem der gesellschaftlichen Mitte. Heute allerdings sind mehr Menschen bereit, ihre rechte Gesinnung zu dokumentieren - sei es, indem sie eine rechtsextreme Partei wie die AfD wählen, oder indem sie sogar Gewalt gegen Ausländer offen akzeptieren. Die Leipziger Forscher werfen zu Recht die Frage auf, wieso heute in einer offenen Gesellschaft der Ethnozentrismus und autoritäre Einstellungen noch so stark sein können. Doch sie kommen hier zu keinen politisch praktikablen Ergebnissen. Das ist zwar verständlich, doch es ist auch enttäuschend. Es bleibt also, auf die Zivilgesellschaft zu vertrauen, die bisher die offene Gesellschaft engagierter verteidigt als Union und SPD.

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